Wasser marsch zugunsten der Bäume in Trier

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Trier. Auch wenn es in der vergangenen Nacht geregnet hatte und einige Gewitter über die Region gezogen sind, so ist es dennoch viel zu wenig für hunderten von Bäumen im gesamten Stadtgebiet von Trier. „Es sind etwa 10 Liter Regen gefallen in der letzten Nacht, aber die vertrockneten Bäume brauchen das zehnfache an Wasser“, erzählt Tobias Schumacher vom Löschzug Olewig. Vier Einsatzkräfte des Löschzuges Olewig haben sich am heutigen Mittwoch wieder getroffen um ehrenamtlich in ihrer Freizeit das Grünflächenamt Trier beim Bewässern der Grünanlagen zu unterstützen. „Es gab vor einigen Wochen einen Aufruf zum Mithelfen und Gießen der Bäume, das diese nicht vertrocknen. So haben wir die Initiative ergriffen und beim Grünflächenamt angefragt ob Hilfe benötigt wird“, so Schumacher weiter. Zum dritten Mal kommen sie nun mit ihrem Feuerwehrfahrzeug in die Innenstadt und gießen zahlreiche Bäume. „Als die Anfrage des Löschzuges Olewig kam, waren wir sehr froh und freuen uns über jede Hilfe. Mittlerweile haben sich auch andere Feuerwehren der Stadt an der Hilfe beteiligt“, freut sich Christine- Petra Schacht Amtsleiterin des Grünflächenamtes in Trier. Die Ehrenamtliche nehmen stundenlang einen ganzen Vormittag Zeit und fahren nach Plan verschiedene Baumalleen zum gießen an. Das Wasser wird dabei aus dem Hydrant genommen und genau aufgeschrieben wie viel verbraucht wurde. Diese Zahlen bekommt dann das Grünflächenamt. „Die jungen Bäume werden täglich von den Mitarbeitern des Amtes gegossen. Wir arbeiten derzeit sogar am Wochenende, weil es einfach wichtig ist, dass die Bäume nicht vertrocknen. Die älteren Bäume werden dann wöchentlich von der Feuerwehr gegossen“, so die Leiterin des Grünflächenamtes. Die Feuerwehrmänner gießen gerade die alte Zedder am Kornmarkt. Die Menschen bleiben stehen und machen Bilder. Eine ältere Dame kommt vorbei und freut sich richtig das diese Initiative gibt. Ein Transporter- Fahrer wiederum schüttelt nur den Kopf über diese Aktion.
„Viele Menschen suchen den Schatten unter den kräftigen Bäumen, wenn wir nicht mehr gießen, würden zahlreiche Bäume absterben und könnten gefällt werden. Besonders froh sind wir über die alte Zedder, einer der größten Bäume im Innenstadtbereich“, erzählt Christine- Petra Schacht.
Die vier Männer der freiwilligen Feuerwehr halten unterdessen schon fast 10 Minuten den Schlauch unter den großen Baum. „Hier gießen wir mehrere tausend Liter, das entspricht zwei Wasserladungen voll unseres Feuerwehrfahrzeugs“, so Tobias Schumacher.
Wasser marsch für die Bäume der Stadt Trier wird es auch noch weiterhin heißen, denn der angekündigte Regen ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Es war in den letzten Wochen zu trocken, die Grünanlagen brauchen Wasser. Es muss da schon mehrere Tage am Stück wieder regnen. Bis dahin gießen wir solange es nötig ist“, sagt Frau Schacht.

(Blaes)

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