Vermisstensuche in Kleinich- Pilmeroth: 56- jährige Frau GEFUNDEN, Großeinsatz für Feuerwehr und Polizei

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Update: Die Vermisste wurde am frühen Freitagabend außerorts von Pilmeroth an einer Kreisstraße wohlauf gefunden.

Hauptbericht: Kleinich- Pilmeroth. Große Aufregung herrscht im 45 Einwohnerort Pilmeroth im Landkreis Bernkastel- Wittlich. Pilmeroth ist ein Ortsteil von Kleinich. Der Ortsvorsteher Stefan Görner steht mit zahlreichen Kräften von Feuerwehr und Polizei auf dem Dorfplatz.
Seit Donnerstagnachmittag wird die 56- jährige Angelika Lorenz aus dem Ort vermisst. Zeugen haben sie, laut Polizei, zuletzt am Dorfrand gehen sehen, als sie über Wiesen- und Ackerflächen in Richtung Wald ging. Dort verliert sich ihre Spur.
Die Polizei beschreibt Frau Lorenz als etwa 160 bis 165 cm groß und kräftig. Sie war mit einer schwarzen Hose und einer schwarz-weiß-grauen Winterjacke bekleidet. Aufgrund einer Erkrankung ist sie in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt.
Am frühen Abend wird Angelika Lorenz von ihrem Mann als vermisst gemeldet. Die Polizei beginnt umgehend mit ersten Suchaktionen in ihren Streifenwagen. Zeitgleich beginnen die Ermittlungen, wo die Vermisste sich aufhalten könnte.
Als die erste kleine Suche erfolglos blieb, wurde der Wehrleiter der VG Bernkastel- Kues Thomas Edringer und die Feuerwehreinsatzzentrale in Kues alarmiert. Es steht schnell fest, dass die Polizei Unterstützung durch die Feuerwehr für eine großangelegte Suche braucht. Infolge werden die Feuerwehren aus Kleinich, Longkamp, Kommen und Hochscheid alarmiert.
Nach einer kurzen Lagebesprechung beginnt die Suche nach der Vermissten Angelika Lorenz. Vorgärten und Gärten werden im Ortsteil abgesucht. Wald- und Feldwege werden systematisch mit Fußtrupps und Fahrzeugen abgesucht. Koordiniert wird die gesamte Suche über den Einsatzleitwagen (ELW) der Feuerwehr. Polizeikräfte sind ebenfalls in die Suche miteingespannt. Die Drohne des Landkreises Bernkastel- Wittlich mit Standort bei der Feuerwehr Büchenbeuren kam mit einer Wärmebildkamera ebenfalls zum Einsatz.
„Wir haben unser Dorfgemeinschaftshaus kurzerhand hergerichtet und für Verpflegung gesorgt“ erzählt der Ortsvorsteher Stefan Görner. Im Laufe des Abends kommt noch die Suchhundestaffel aus Wittlich und ein Maintrailer der Polizei Pirmasens zum Einsatz. Am frühen Freitagmorgen gegen 2:30 Uhr wurde die Suche erfolglos abgebrochen.
Am Freitagmorgen wurde die Suche nach der Vermissten 56- jährigen fortgesetzt. Um 9 Uhr wurde das gesamte Gebiet über und rund um Pilmeroth mit einem Suchhubschrauber der Polizei mehr als eine Stunde überflogen. Kurz nach 10 Uhr musste dieser wieder erfolglos zum tanken abdrehen. Zeitgleich haben Kräfte der Polizei und der Feuerwehr die Suche zu Fuß wieder aufgenommen. Die Polizei nahm die Suche wieder mit einem Maintrailer Suchhund auf. Die Feuerwehr Bad Sobernheim aus dem Landkreis Birkenfeld nahm die Suche mit drei Flächensuchhunden auf. „Viele Mitbürger aus dem Ort sind sehr betroffen und haben sich Zeit genommen um ebenfalls beim Suchen mitzuhelfen. Hier kennt man sich ja untereinander“, so der Ortsvorsteher Görner. Er erklärt den Führungsverantwortlichen auch anhand von Kartenmaterial die geographischen Gegebenheiten. Für die Suchhunde beginnt dann auch schon zur Mittagszeit die Suche. Klaus Stenzhorn mit Blacky, Jens Bubinger mit Sam und Zbigniew Malinowski mit Maja machen sich an steilem Gelände auf den Weg. Begleitet werden die Hundesuchtrupps von freiwilligen aus dem Ort und der Polizei. Mit GPS ausgestattet suchen die Hunde das Waldgebiet ab. „Mit dem GPS können wir am Ende der Suche feststellen, wo wir überall gewesen sind. Aber falls der Hund mal weiter wegläuft, können wir ihn darüber wieder orten“, so Klaus Stenzhorn einer der Hundeführer. Auch hier kommt eine Drohne der Feuerwehr Bad Sobernheim zum Einsatz. Sie verfügt allerdings nicht über eine Wärmebildkamera. Mit ihren werden Felder und Wiesen überflogen, aber auch freie Lichtungen im Wald. Entlang des Panoramawegs „Moselsteig Seitensprung Kirchspiel´s Tälertour“ werden die unebenen Wege abgesucht. Bei der Suche ist auch immer der Ortsvorsteher Stefan Görner mit dabei. „Ich hoffe wirklich was wir unsere Mitbürgerin bald wohlauf finden werden und ihr nichts passiert ist.“
Bis zum frühen Abend bleibt die Suche allerdings erneut erfolglos. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach der Vermissten. Wer Angaben zu ihrem Verbleib, derzeitigem Aufenthalt oder letztmaligen Kontakten machen kann, möchte sich bitte bei der Polizeiinspektion Morbach, Tel. 06533-93740 oder per E-Mail pimorbach@polizei.rlp.de melden.

(Blaes)

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