Verfolgungsfahrt mit 160 kmh von Trier bis Kanzem endet in Notlage

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Trier: In der Nacht von Samstag auf Sonntag,  gegen  02:45 Uhr, fiel einer Zivilstreife der Polizeiinspektion Trier im Bereich des Augustinerhofes in Trier ein junger Mann in seinem PKW auf, der kontrolliert werden sollte. Als die Beamten ihn ansprachen, flüchtete der zunächst unbekannte Mann mit seinem Fahrzeug unmittelbar mit hoher Geschwindigkeit.

Der blaue Mercedes wurde innerstädtisch mit einer Geschwindigkeit von 80 – 90 km/h , im Verlaufe der weiteren Flucht mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h in Fahrtrichtung Konz geführt.

Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens kam es augenscheinlich nicht zu Gefährdungen weiterer Verkehrsteilnehmer.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung konnte der PKW mit gebührendem Abstand verfolgt werden.

Die Verfolgungsfahrt erstreckte sich über eine Strecke von ca. 13 km über die B 51 sowie die L 137 bis nach Kanzem.

Nach drei Uhr in der Nacht war dann auf Höhe des Bahnhofs in Kazem Schluss mit der Raserei. Das Auto kam vor der Brücke, links von der Fahrbahn ab, überfuhr eine Hecke und kam etwa 100 Meter weiter im dichten Gestrüpp zum liegen. Dabei prallte er noch gegen eine etwa 3 Meter hohe Mauer, flog durch die Luft und kam vor einem Baum zum stehen.

Da er sich alleine nicht mehr befreien konnte und von hohen Stachelgestrüpp umgeben war, konnte der Mann nicht mehr weiter fliehen und aussteigen.Er konnte schwer, jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt aus dem Fahrzeug durch die Feuerwehr gerettet werden.

Der 18-jährige Flüchtige aus dem Kreisgebiet Trier-Saarburg stand unter Alkoholeinfluss. Ihm wurde im Krankenhaus eine Blutprobe entnommen.

Der Führerschein konnte nicht beschlagnahmt werden; der junge Mann ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.

Am Fahrzeug entstand ein Totalschaden. Am Sonntagvormittag konnte das Fahrzeug mit einem Spezialkran im Gelände geborgen werden.

Dabei hatte der Flüchtende noch viel Glück, so die Polizei, den das Auto fuhr zwischen einer Straßenlaterne und einer Trafostation durch. Es hätte auch schlimmer enden können.

Im Einsatz befanden sich insgesamt drei Streifenteams der Polizeiinspektionen Trier und Saarburg, ein Notarzt aus Saarburg, ein Rettungswagen aus Konz sowie Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Konz und Kanzem unter Führung der Feuerwehreinsatzzentrale Konz sowie deren Wehrleiter.

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