Sturmtief „Eberhard“: 750 Einsatzkräfte im Dauereinsatz, abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume

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Region Trier. Sturmtief „Eberhard“ ist am Sonntag über weite Teile von Deutschland hinweg gezogen, auch über die Region Trier und hat die Feuerwehren in Atem gehalten.
In den Landkreisen Trier- Saarburg, Bitburg- Prüm und Bernkastel- Wittlich waren mehr als 750 Einsatzkräfte über den gesamten Tag im Einsatz. Die technischen Einsatzleitungen des Landkreises Trier- Saarburg und Bitburg- Prüm wurden bis zu acht Stunden besetzt. In vielen Verbandsgemeinden des Landkreises TR- SAB waren mehr als 12.000 Einwohner, teilweise bis zu 6 Stunden ohne Strom. Die Westnetz arbeitete über Tag mit Hochdruck daran, die Probleme zu beheben, sodass am frühen Abend der Strom wieder vollständig war. Gegen 15 Uhr lagen die Spitzenwerte in der Region Trier bei 115 kmh.
Das Dach des Gebäudekomplexes Stadthalle Bitburg und Bitburger Markenerlebniswelt wurde durch die orkanartigen Böen beschädigt. Eine für 14.00 Uhr geplante Veranstaltung in der Stadthalle musste abgesagt werden. Acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Cateringunternehmens konnten unverletzt über einen Hinterausgang evakuiert werden. Im unmittelbaren Außenbereich der Stadthalle drohen aktuell noch Gefahren durch herabfallende bzw. aufgewirbelte Gegenstände. Aus diesem Grund ist der Gefahrenbereich abgesperrt.
Ebenfalls wurden in Bauler und Irrel (Bit- Prüm) Dächer abgedeckt. Weiterhin wurden in Serrig, Hentern, Saarburg, Taben- Rodt und Bekond Dächer abgedeckt oder stark beschädigt.
Insgesamt rückte die Trierer Feuerwehr ab der Mittagszeit mehr als 40 Mal wegen des Unwetters aus.
Schwere Sturmböen brachten einen Kamin in der Maarstraße zum Einsturz, der auf ein Haus stürzte, die Feuerwehr trug den Kamin ab. In der Brotstraße drohte ebenfalls ein Kamin umzustürzen und wurde vorsorglich abgebaut. Glück im Unglück hatte ein Autofahrer, der zwischen Zewen und Igel unterwegs war, sein Auto wurde von einem umstürzenden Baum gestreift, der Fahrer blieb unverletzt. In Kürenz kippte ein Baum in eine Stromleitung.
Wegen beschädigter Dächer, herabstürzender Dachziegel oder losen Teilen an Gebäuden, zahlreichen umgekippten Bäumen, umstürzenden Bauzäune sowie abgeknickter Äste rückten neben der Trierer Berufsfeuerwehr auch die Freiwilligen Feuerwehren Zewen, Pfalzel, Ehrang, Ruwer, Kürenz und Olewig aus. Im Einsatz waren auch die Freischicht und der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr. Mitarbeiter des Grünflächenamts der Stadt Trier halfen zudem dabei, entwurzelte Bäume zu beseitigen. Verletzt wurde niemand, die Höhe des Schadens ist noch unklar.
Weil von dem Sturm auch die umliegenden Landkreisen betroffen waren, wurde die integrierte Leitstelle verstärkt.
In Saarburg musste die Feuerwehr und das THW die Plane an dem abgebrannten VG- Gebäude großräumig absichern. Auf der Bahnstrecke Konz Richtung Perl konnte eine Regio noch rechtzeitig vor einem umgestürzten Baum bei Wasserliesch abbremsen.
Viele Straßen waren zeitweise unpassierbar, da umgestürzte Bäume diese blockierten. In der gesamten Region waren Feuerwehren im Dauereinsatz, um umgestürzte Bäume auf Straßen und Stromleitungen zu beseitigen. Weiterhin voll gesperrt sind unter anderem die A1 zwischen Mehren und Manderscheid, L46 zwischen Speicher und Zemmer- Rodt, L142/ K69 zwischen Mandern/ Waldweiler, Hirschfelderhof und Weiskirchen, L165 zwischen Hermeskeil und Züsch, L166 zwischen Damflos und Züsch, L149 zwischen Hermeskeil und Nonnweiler und K76 zwischen Kell am See und Grimburg.
Zahlreiche Gartenhäuser, Carports, Zäune und Werbeplakate fielen dem Sturm zum Opfer. Auch hier mussten oftmals die Feuerwehren tätig werden, um herumfliegende Gegenstände zu beseitigen.
Trotz der großen Schäden, wurden in der gesamten Region Trier keine Menschen verletzt.

(Infos: Presse TEL Trier- Saarburg, Presse Stadt Trier, Polizei Trier und Florian Blaes)

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