Schneefront: 15 cm Neuschnee, viele Unfälle, hängende LKW, Raumdienste im Dauereinsatz

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Hermeskeil/ Thalfang. Es kam, wie es angekündigt wurde. Am frühen Mittwochmorgen gegen 4 Uhr fing es von Frankreich her an zu schneien. Bis 17 Uhr am Nachmittag fielen in den Hochlagen von Hochwald und Hunsrück an die 15 Zentimeter Neuschnee.
Die Räum- und Streufahrzeuge sind derweil im Dauereinsatz. Dennoch kommen sie wegen des anhaltenden Schneefalls mit räumen nicht nach.
Auf Steigungen wie auf der B 407 bei Waldweiler, B327 bei Malborn und Morbach blieben die LKW hängen. Auch einige Autos kamen nicht mehr weiter.

Unterdessen sind viele Grundschulen ausgefallen. Über Rundschreiben wurden die Eltern darüber informiert, dass Busse aller Firmen des VRT im Hochwald und Hunsrück Verspätungen haben und Orte wegen hoher Schneeverwehungen nicht anfahren können.

11 Uhr:
Nach einer kurzen Schneepause am Morgen hat es im Hochwald und Hunsrück wieder angefangen zu schneien. Bei Minustemperaturen bleibt der Schnee auf gleich auf der Straße und den Gehwegen liegen. Das wiederum erschwert die Arbeit der Räumfahrzeuge, die mit ihrer Arbeit nicht mehr nach kommen. Wie am frühen Morgen bleiben LKW hängen, besonders auf der Steigung der Hunsrückhöhenstraße bei Waldweiler.

Und in dem kleinen Hochwaldort Waldweiler freut ich Herbert Castor- Gimmler, der mit seinem Schneeräumer die Einfahrt am schippen ist. „Endlich haben wir mal, nach dem vielen trüben Tagen der letzten Wochen, richtig Schnee hier im Hochwald.“ Er schätzt, dass seitdem frühen morgen bereits über 10 cm gefallen sind.

Auf der L 143 zwischen Heddert und Hinzenburg rutschte ein Auto in den Graben. Die Unfallstelle wurde abgesichert. Verletzt wurde niemand.

 

13 Uhr:
Die Schulen sind aus. Auf dem Donatusplatz sind viel weniger Schulkinder als üblich. Ein Busfahrer der Linie R200 sagt im Gespräch, dass am frühen Vormittag es schon schwierig gewesen sei, da die Straßen schneebedeckt waren. Er konnte mit etwa 40 Minuten Verspätung aber alle Kinder an der Schule abliefern. Auf Nachfrage bei der Realschule Plus in Kell am See erklärt uns Sebastian Straßer der Schulleiter das am Morgen zahlreiche Busse aufgrund des starken Schneefalls die Haltestellen nicht anfahren konnten. „Man hat es in den Klassen gemerkt, es sind weniger Schüler/innen da, der Unterricht ist aber nicht ausgefallen.“

Beim LBM in Hermeskeil ist viel los. Alle 9 Räum- und Streufahrzeuge sind im Dauereinsatz. „Uns bereiten die hängende LKW Probleme, es kommt oftmals zu Rückstaus, sodass auch wir mit unseren Fahrzeugen nicht durchkommen“ sagt Wolfgang Wahlen, LBM Hermeskeil. Alle vier Stunden, wenn die Straßen nicht blockiert sind, kommen die LKW zum nachladen. „Der anhaltende Schneefall macht es uns auch schwer, haben wir eine Strecke geräumt, ist sie auf dem Rückweg wieder weiß.“ So Wahlen. Der Schneefall hält am Mittag weiter an.

 

16:30 Uhr:

Zerf. Auf der B 268 zwischen Greimerath und Zerf kam es am Mittwochnachmittag gegen 16:30 Uhr zu einem glättebedingten Verkehrsunfall.
Ein Auto mit drei Fahrzeuginsassen aus dem Landkreis Merzig- Wadern war in Richtung dem Saarland unterwegs, als es nach einer langgezogenen Linkskurve rechts von der Fahrbahn abkam und im Graben zum liegen kam. Hierbei überschlug es sich um kam seitlich zum Liegen.
Die drei Insassen konnten sich selbstständig befreien und wurden vor Ort im Rettungswagen ambulant versorgt und betreut.
Der Verkehr wurde während der Bergungsarbeiten einspurig an der Unfallstelle vorbei geleitet. Es kam zu Behinderungen.
Im Einsatz war die FEZ Kell a, See, der Wehrleiter Kell und die Feuerwehr Zerf. Weiterhin das DRK Zerf und die Polizei Saarburg.

(Bericht & Bilder: Blaes)

 

Der Schneefall und die damit verbundenen Straßenverhältnisse ist mit ursächlich für fünf Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeiinspektion Saarburg am Morgen des 30.01.2019. Alle unfallbeteiligten Fahrzeuge waren mit ordnungsgemäßer Bereifung ausgestattet.
In der Zeit von 05.30 Uhr bis 08.30 Uhr ereigneten sich in Onsdorf und Serrig Unfälle im Begegnungsverkehr, in Palzem, Kirf und Mannebach kamen Fahrzeuge auch aufgrund der Witterung von der Fahrbahn ab und touchierten Leitplanken, Mauern oder einen Schuppen. Bei diesen Unfällen wurden 7 Fahrzeuge beschädigt, ein 38 jähriger Fahrzeugführer leicht verletzt.

(Polizei Saarburg)

Bitburg (ots) Die winterlichen Straßenverhältnisse hielten die Angehörigen der Polizeiinspektion Bitburg am Mittwochmorgen in Atem. Gegen 06.10 Uhr rutsche in Prümzurlay in der Straße An der Wallburg ein Transporter in einen Vorgarten. Wegen der widrigen Straßenverhältnissen war diese Unfallstelle auch für die Polizeistreife nicht erreichbar. Gegen 07.00 Uhr rutschte in der Meckeler Straße in Gilzem ein PKW gegen die Friedhofsmauer und gegen 07.20 Uhr beschädigte eine PKW-Fahrerin auf der L 5 zwischen Rittersdorf und Bitburg ein Verkehrszeichen. In der Albachstraße in Bitburg rutschten um 07.30 Uhr zwei Fahrzeuge aufeinander. In Eßlingen rutschte in der Nähe des Badenborner Hofs ein LKW in den Straßengraben und musste geborgen werden. Während der Bergung fuhr gegen 07.40 Uhr ein Bus an der Einsatzstelle vorbei. Beim Vorbeifahren wurde der Bus leicht beschädigt. Gegen 08.00 Uhr geriet ein Transporter auf der L 1 zwischen den Einmündungen Biesdorf und Wallendorf ins Schleudern und kippte zur Seite. Die L 1 ist an dieser Stelle halbseitig blockiert. In allen Fällen blieb es bei Sachschaden. Nachdem die Angehörigen der Polizeiinspektion Bitburg am frühen Montagmorgen bereits sieben witterungsbedingte Verkehrsunfälle aufnehmen mussten, ereignete sich gegen 10.00 Uhr ein weiterer Unfall auf schneeglatter Fahrbahn. In der Beilinger Straße in Herforst beschädigte ein PKW zwei Zaunelemente.
Gegen 10.25 Uhr ereignete sich auf der BAB 60 ein Verkehrsunfall. Der Fahrer eines Maserati war in Richtung Wittlich unterwegs und verlor kurz vor der Nimstalbrücke auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der PKW kollidierte mit den Schutzplanken rechts und links der Fahrbahn und musste abgeschleppt werden.
Gegen 12.30 Uhr beschädigte in Prümzurlay, Ernzener Weg, ein LKW eine Mauer.
In allen Fällen blieb es bisher bei Sachschaden. Inzwischen haben die Schneefälle rund um Bitburg deutlich nachgelassen und damit auch die witterungsbedingten Einsätze.

(Polizei Bitburg)

 

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