Rettungskräfte suchen stundenlang nach vermissten 38- jährigen erfolglos

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Trier. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erreichte die Rettungsleitstelle in Trier um 1:34 Uhr den Anruf eines Mannes, der ein Unglück seines Bekannten 38- jährigen aus Trier vermutet. Er könnte in eine Grube gestürzt sein und sich in einer hilflosen Lage befinden.
Diesen Anruf nahmen die Kräfte der Polizei sehr ernst und leiteten umgehend die Rettungskette ein. Feuerwehr und Polizei fuhren zum Parkplatz des Westfriedhofes in der Wolfsgasse und koordinierten von dort aus eine großangelegte Suche. Mit Taschenlampen wurden der Friedhof und die danebenliegenden Schrebergärten des Kleingartenvereins Trier- West durchsucht. Weiterhin ging man den Kreuzweg zur Maria Hilf Kapelle. Dieser ist jedoch schwer zugänglich und von Sträuchern überwuchert. Weiter hoch konnten die Einsatzkräfte in der Nacht nicht mehr suchen, da es ein steiles Gelände ist und viele Gefahren mit sich bringt. Vom Markusberg an der Mariensäule wurden die Wege ebenfalls erfolglos abgesucht.
„Der Anrufer vermutete ein Unglück in einer Grube, konnte aber keine spezielle Grube nennen“, erklärt Uwe Konz Pressesprecher der Polizei Trier. „Die Suchmannschaften haben dann den gesamten Waldbereich, soweit es möglich war abgesucht. Dabei wurde auch das alte Römergrab auf dem Westfriedhof durchsucht“, so Konz weiter.
Um kurz nach vier Uhr entschieden die Führungskräfte der Polizei das man den Polizeihubschrauber anfordern muss, um auch das unwegsame und steile Gelände zwischen Trier- West und dem Markusberg mit der Wärmebildkamera absuchen zu können. Um 4:30 Uhr traf schließlich der Hubschrauber ein und suchte aus Luft etwa eine halbe Stunde das Gelände. Auch diese Suche blieb erfolglos.
Am Mittwochvormittag wurde die Suche dann erneut gestartet. Der große Einsatzleitwagen der Berufsfeuerwehr positionierte sich in der Wolfsgasse. Von dort aus wurde die Suche, jetzt auch mit Suchhunden, koordiniert. Mit Streifenwagen wurden die Straßen in Trier- West und dem Markusberg abgefahren, Fußtrupps machten sich auf dem Weg. Neun Hunde der Polizei, der Berufsfeuerwehr und der Rettungshundestaffel Eifel- Mosel aus Wittlich kamen zum Einsatz. Nach einer kurzen Lagebesprechung ging es auch für die Suchhunde los. Das Team aus Wittlich fuhr mit den Hunden auf Markusberg und durchkämmten den Waldbereich auf dem Markusberg und rund um die Mariensäule. Waltraud Braun, eine der Hundeführerinnen erklärt: „Unsere Hunde durchleben eine mehrjährige Ausbildung. An den Personensuchen, wie wir es gerade machen, lassen wir die Hunde im Wald laufen und sobald sie einen Geruch von Menschen wahrnehmen fangen sie an zu bellen und führen uns zu den Vermissten.“ Aber bei der konkreten Suche, schlagen die Hunde nicht an. Gegen 10 Uhr fängt es stark an zu regnen „Der Regen macht den Hunden nicht aus, die Hitze hingegen macht es für unsere Hunde schwerer konzentriert suchen zu können“, so die Hundeführerin.
Auf Westfriedhof, den Schrebergärten und dem Waldbereich in Trier- West sich die Hunde der Berufsfeuerwehr und der Polizei mit dem Suchen beschäftigt. Bis 13 Uhr wurde mit mehr als 50 Kräften nach dem Mann gesucht, jedoch ohne Erfolg. Die Suche wurde vorerst beendet, da es keine weiteren Hinweise zum Aufenthaltsort noch den Grund des Verschwindens gibt.
Zur Person des Vermissten ist derzeit lediglich bekannt, dass er ca. 1,80 m groß ist, eine Glatze hat und bis vor kurzem einen sog. Drei-Tage-Bart trug. Er soll optisch seinem tatsächlich Alter von 38 Jahren entsprechen.

(Blaes)

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