Radioaktives Paket auf Mülldeponie löst Einsatz des Gefahrstoffzuges der Feuerwehr aus

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Mertesdorf. Am Dienstagmorgen gegen 10:45 Uhr kam es zu einem Zwischenfall auf der Mülldeponie des Zweckverbands der ART in Mertesdorf.
Nach Auskunft von Dr. Monzel, Verbandsdirektor des Zweckverbandes A.R.T. befuhr ein LKW mit Problemmüll die Deponie. Beim Ausladen des Mülls fielen den Mitarbeiter optisch ein verdächtiges Paket auf und setzten umgehend die Rettungskette in Bewegung.
So wurden über die Leitstelle der Feuerwehr die Teileinheiten des Gefahrstoffzuges Trier- Saarbrug alarmiert. Vor Ort wurde zunächst ein kleines Gebiet um das chemische Paket abgesperrt. Die Feuerwehr nahm, unter Schutzanzügen, den Gegenstand in Augenschein und konnte, auch durch Messungen bestätigen, dass es sich um radioaktiven Müll handelte.
Laut Frau Gangi, zuständig für Problemabfälle handelte es sich um schwachstrahlendes Uranylacetat. Dieser Stoff ist ein gelber, kristalliner Feststoff, bestehend aus rhombischen Kristallen mit leicht essigsaurem Geruch. Diese Chemikalie ist Radioaktiv.
Die Fachkräfte der Feuerwehr haben den Müll fachmännisch luftdicht verpackt und kümmerten sich um die sachgerechte Entsorgung.
Die kontaminierten Gerätschaften und Schutzanzüge wurden ebenfalls fachgerecht behandelt. Nach etwa zwei Stunden war der Einsatz für den Gefahrstoffzug beendet. Abschließende Messungen warennegativ. Über die Herkunft des radioaktiven Mülls ist derzeit nichts bekannt. (siehe Info)
Während des Einsatzes kam es vorrübergehend zu einem Rückstau, von anzulieferndem Müll aller Art, da der Bereich um die Waage abgesperrt wurde. Verletzt wurde niemand.
Im Einsatz war der Wehrleiter der VG Ruwer, Teileinheiten des Gefahrstoffzuges aus Kasel. Der Gefahrstoffzugführer des Landkreises, der ABC Erkunder der Berufsfeuerwehr Trier mit Fachberater, das DRK zur Bereitstellung und die Polizei Schweich.

Info:
Der Zweckverband A.R.T. weist ausdrücklich daraufhin, dass Problemmüll solcher Art immer angemeldet werden muss. Die Herkunft und die Art des Mülls müssen komplett nachvollziehbar sein. Der Zweckverband kümmert sich um alle Formalitäten in solchen Fällen. Unsachgemäßes Entfernen ist strafbar.

(Blaes)

 

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