Psychisch- kranker Mann löst 17 Stunden Sperrung der A6 aus, etwa 150 Einsatzkräfte im Einsatz

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Symbolbild Polizei
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Saarbrücken. Das war ein Einsatz, der den Einsatzkräften und vor allem den Verkehrsteilnehmern noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Am gestrigen Dienstagvormittag gegen 11 Uhr geht bei der Polizei im Saarland der Notruf ein, das ein Mann auf der Fechinger Talbrücke bei Saarbrücken über das Geländer geklettert sei und nun droht herunter zu springen.

Umgehend wir die A6 zwischen den Anschlussstellen St. Ingbert West und Güdingen in beiden Richtungen voll gesperrt. Unter der Brücke werden Radwege ebenfalls gesperrt.

Was folgt ist ein Verkehrschaos in alle Richtungen. Kilometerweit kommt der Verkehr zum Erliegen, es geht nichts mehr. Am späten Nachmittag, musste laut Polizei, eine schwangere Frau im Stau stehend in Polizeibegleitung in ein Krankenhaus gefahren werden.

Gegen 15 Uhr teilt die Polizei über Facebook mit: „Eine Person befindet sich derzeit in einem psychischen Ausnahmezustand und braucht unsere Hilfe. Wird sind bemüht die Gefahr für die Person abzuwehren und das entstandene Verkehrsproblem zu beseitigen.

Die Hilfsdienste haben unter der Leitung der Feuerwehr mit der Versorgung der im Stau stehenden Personen begonnen.“

Ein Großaufgebot der Rettungsdienste und Hilfsorganisationen rollt an, um den Menschen im Stau etwas zu Essen und zu trinken zu geben.

Unterdessen versuchen Fachkräfte der Polizei und das SEK an den Mann auf der Brücke heran zu kommen. Jedoch weiterhin ergebnislos. Immer wieder gibt er zu verstehen :Wenn ihr näher kommt, springe ich“

Am Abend wird ein Verwandter zu dem psychisch – kranken Mann gebracht. Er darf sich ihm nähern, jedoch kann auch er nichts ausrichten.

Erst 17 Stunden später gegen 4 Uhr am heutigen Mittwochmorgen, kann der Mann überwältigt werden und in eine Spezialklinik gebracht werden.

Nach und nach werden die Sperrungen wieder aufgehoben. Bis dahin waren weit über 150 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz.

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