Nach Großbrand: Millionenschaden, Einsturzgefahr, Fassungslosigkeit

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Saarburg. Am Tag nach dem verheerenden Feuer am Verbandsgemeindeverwaltungsgebäude haben am Montagmorgen die Brandursachenermittlungen begonnen. Die ganze Nacht hindurch wurde immer wieder von zwei Drehleitern auflodernde Flammen gelöscht. In den Frühstunden begannen dann die Aufräumarbeiten. Die Höhenrettung der Feuerwehr und das THW haben damit begonnen die ersten Schränke in den Innenhof abzuseilen. Teilweise waren sie noch glühend heiß. Im Inneren nur noch Reste von Akten und Dokumenten.
„Es ist ein enormer Schaden entstanden. Zahlreiche Unterlagen und archivierte Dokumente sind verbrannt. Die Büroräume, darunter auch mein Dienstzimmer, sind nicht mehr als solches zu erkennen“ erzählt der VG- Bürgermeister Dixius fassungslos. Die Behörden sind am heutigen Montag komplett geschlossen. An arbeiten ist derzeit nicht zu denken. Zahlreiche Kräfte vom THW sind damit beschäftigt große Balken in das Gebäude zu tragen, um das derzeit einsturzgefährdete Haus abzustützen. Zeitgleich sind Brandermittler der Polizei in Schutzanzügen und Helm über die Drehleiter gesichert im Inneren des Dachstuhles damit beschäftigt, die Ursache heraus zu finden. „Derzeit ist noch völlig unklar, was den Großbrand ausgelöst hatte. Die Ermittlungen werden wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen“ so der VG- Chef.
Rund um die Verwaltung ist alles großräumig abgesperrt. Im Innenhof ist weiterhin die Drehleiter der Feuerwehr Saarburg und im Außenbereich die Drehleiter der Berufsfeuerwehr Trier im Einsatz.
Jürgen Dixius ist sehr froh über die vielen Hilfsangebote der Nachbarverbandsgemeinden. „Die VG Kell am See hat uns schon Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Vermieter von privaten Wohnungen werden angefragt, um diese dann beziehen zu können.“ Erklärt Dixius.
Die Auszubildenden der Verbandsgemeindeverwaltung werden ohne größere Probleme in der VG Konz aufgenommen und können dort ihre Lehre fortsetzen. Im Krankenhaus Saarbrug kommen am morgigen Dienstag alle Angestellten zusammen, um über die weitere Vorgehensweise zu sprechen. „Wir werden ebenfalls im Krankenhaus vorübergehende Räumlichkeiten für das Standesamt einrichten. Anmeldungen von Geburten und Sterbefällen sollen dort abgewickelt werden.“ Erklärt Jürgen Dixius weiter.
Es werde wohl Wochen und Monate dauern, bis man wieder in der Verwaltung arbeiten kann, Die kommenden Tage werden zeigen, was abgerissen werden muss und wie es weiter gehen wird.
Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und DRK werden noch den ganzen Tag im Einsatz sein. Das DRK Saarburg ist zur Bereitstellung vor Ort und versorgt die Einsatzkräfte mit Verpflegung. Die Polizei Saarbrug hat Unterstützung durch Kräfte der Bereitschaftspolizei aus Wittlich erhalten, um die Sperrungen durchzuführen.
Für die Bewohner wurde eine Notfallnummer, für Probleme, eingerichtet. Die VG- Werke sind unter 0151/ 18 24 13 54 erreichbar.

(Blaes)

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