LKW kommt von Straße ab und kippt in 10 Meter tiefer Böschung um

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Platten. (bla) Am Mittwochmorgen um 11:23 Uhr kam es auf der B 50 zwischen Zeltingen und Platten zu einem folgenschweren Verkehrsunfall.
Nach Polizeiangaben befuhr ein bulgarischer Sattelzug die Bundesstraße in Fahrtrichtung Wittlich. Aus bislang ungeklärten Gründen, kam er hierbei rechts von der Fahrbahn ab und stürzte in eine 10 Meter tiefe Böschung. Hierbei kam er schließlich seitlich zum Liegen.
Vorbeifahrende Ersthelfer meldeten der Leitstelle Trier das ein LKW verunglückt ist und ein Brand am entstehen sei. Zudem sei der Fahrer noch eingeklemmt.
„Die ersten Einsatzkräfte des DRK konnten jedoch schnell Entwarnung geben. Weder brannte der Lastwagen noch war der Fahrer eingeklemmt“ erläutert Thomas Edringer Wehrleiter Bernkastel- Wittlich. Durch den Aufprall ging die Windschutzscheibe zu Bruch. Dort konnte der verletzte Fahrer mithilfe der Ersthelfer befreit werden. Nach notärztlicher Erstversorgung kam dieser mit leichten Verletzungen in ein Trierer Krankenhaus.
Die Kräfte der Feuerwehr rückten nach und nach an der Einsatzstelle an. „Zunächst war es wichtig den Brandschutz sicher zu stellen, denn es traten Dieselkraftstoffe aus“, so der Wehrleiter. Der Fahrer des LKW war erst kurz vorher tanken und hatte somit mehr als 800 Liter Diesel im Tank. Mit Spezialgeräten der Feuerwehr wurde der zerborstene Dieseltank leer gepumpt. Etwa 600 Liter wurden anschließend fachmännisch entsorgt. Die untere Wasserbehörde wurde wegen der ausgelaufenen Kraftstoffe informiert, sie machten sich vor Ort ein Bild der Lage.
Nachdem die Abpumparbeiten abgeschlossen waren, rückte eine Spezialbergungsfirma aus Trier an. „Die Feuerwehr wird die Arbeiten der Fachkräfte hier weiterhin unterstützen, bis der LKW wieder aufgerichtet ist und abtransportiert werden kann“ erklärt Thomas Edringer.
Für die Einsatzleitung der Polizei und Feuerwehr stand schnell fest, dass von der Ladung keine Gefahr ausgehe. „In dem Container sind laut Frachtpapiere Weinflaschen geladen, diese ergeben für die Umwelt keine Gefahr“ erläutert der Einsatzleiter.
Der LBM richtete eine großräumige Straßensperrung ein. Zahlreiche Verkehrsteilnehmer mussten eine lange Umleitung in Kauf nehmen. Die Bergungsarbeiten zogen sich über mehrere Stunden bis in den späten Nachmittag hinein. Auch war es erforderlich, das kontaminierte Erdreich im Bereich der Unfallstelle abzutragen. Zu einer völligen Freigabe der B 50 wird es zunächst noch nicht kommen; eine einspurige Vorbeifahrt an der Unfallstelle per Ampelregelung wird ermöglicht.
Im Einsatz war die FEZ und Wehrleitung VG Bernkastel- Kues, die Feuerwehren aus Kues, Noviand und Zeltingen. Zudem das DRK Wittlich, der Hubschrauber Christoph 10 mit Notarzt und die Polizei.

(Blaes)

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