Kran kippt auf Baustelle an der Mosel auf Schiff um, stundenlanger Einsatz

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Trier. Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurde am Dienstagabend die Berufsfeuerwehr zur Staustufe Trier alarmiert.
Ein Raupenkran mit einer Kranlänge von etwa 20 Meter war am Dienstagabend gegen 18 Uhr damit beschäftigt von einem Spezialarbeitsschiff auf der Mosel einen Stahlträger auf die Baustelle an Land zu heben. Hierbei wurde wohl das Gewicht des Trägers unterschätzt. In der Folge stürzte der Raupenkran in Richtung des Schiffes um.
Der Fahrer des Krans und die Baustellenarbeiter auf und um das Schiff blieben unverletzt. Der Kranfahrer konnte sich selbstständig aus dem Führerhaus befreien.
Die Baustellenarbeiter und Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtamtes legten um das Schiff provisorisch Ölschlingen aus. Doch im Verlauf des Unfalls sank das Schiff durch das schwere Gewicht des Krans immer weiter ab.
Schließlich wurde gegen 20 Uhr die Feuerwehr zur Unterstützung hinzugezogen. Diese rückte unter anderem mit dem Boot „St. Barbara“ an und brachte weitere Ölschlingen. Und es wurde auch notwendig, das Arbeitsschiff drohte komplett zu sinken.
Eine Spezialfirma aus Trier rückte mit zwei schweren Kränen an. In stundelanger Arbeit konnte der Kran vom Raupenfahrzeug getrennt und gehoben werden. Nach und nach kam das Schiff ebenfalls wieder zum Vorschein. Weiterhin wurde es auch mit den Kränen angehoben. Es stellte sich heraus das große Mengen an Kraftstoff ausgelaufen sind. Die zuvor errichteten Ölsperren verhinderten jedoch ein Ausbreiten auf der Mosel.
Die Baustellenmaschine wurde zum Schluss ebenfalls wiederaufgerichtet. Bis alle Arbeiten nach dem Unfall abgeschlossen waren, vergingen mehr als 6 Stunden. Erst nach Mitternacht waren die Arbeiten abgeschlossen.
Die Baustellenarbeit wurde vorerst eingestellt. Die Gewerbeaufsicht machte sich ebenfalls ein Bild von der Lage vor Ort. Der Schiffsverkehr in der Schleuse und auf der Mosel war durch den Baustellenunfall nicht beeinträchtigt.
Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, stand am Abend noch nicht fest.
Im Einsatz waren Teileinheiten der Berufsfeuerwehr Wache I und II, sowie der A- Dienst der BF. Weiterhin die Wasserschutzpolizei Trier, das Wasser- und Schifffahrtsamt, die Gewerbeaufsicht Trier und ein Spezialbergungsunternehmen.

(Blaes)

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