Katastrophenalarm im Hunsrück: 450 Einsatzkräfte, 30 Autos weggespült, knapp 2 Meter Flutwelle

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Am 27. Mai ging ab etwa kurz nach 17 Uhr über weite Teile der Verbandsgemeinde Herrstein ein schweres Unwetter nieder. Infolge dessen stand die Notrufleitung der PI Idar-Oberstein ab etwa 18 Uhr nicht mehr still: Aus zahlreichen Orten wurden überflutete Straßen und voll gelaufene Keller gemeldet. In den Ortslagen Herrstein und Fischbach stellte sich die Lage besonders drastisch dar: Pkw wurden von den Wassermassen des über die Ufer getretenen Fischbachs mittgerissen, Hausbewohner konnten ihre Häuser aufgrund des immer weiter ansteigenden Wasserpegels nicht mehr verlassen. Aus Fischbach wurde gemeldet, dass zwei Häuser in der Hauptstraße zusammenzustürzen drohen und dass deren Bewohner am Fenster stehen und um Hilfe rufen. Über die Rettungsleitstelle Bad Kreuznach wurde die Stützpunktfeuerwehr Herrstein alarmiert. Durch diese wurde ein Großeinsatz eingeleitet und nach erster Sichtung für die Ortslagen Herrstein und Rhaunen Katastrophenalarm ausgelöst. Über Personenschäden wurde bislang nichts bekannt. Das Ausmaß der Sachschäden ist derzeit nicht überschaubar. Durch Hinzuziehung massiver Einsatzkräfte von Feuerwehren der umliegenden Landkreise wird derzeit versucht, der Lage Herr zu werden.

In Herrstein und Fischbach sind mehrere Häuser mit einsturzgefährdeten Räumen festgestellt worden. Je nach Lage/Möglichkeit werden die Gebäude derzeit von einem Statiker nach und nach in Augenschein genommen. Die Häuser sind geräumt, so dass keine Gefahr mehr für die Bewohner besteht. Geschätzt 30 Pkw sind durch das Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen bzw. von den Wassermassen weggespült wurden. Bei Tagesanbruch ist beabsichtigt, sich per Hubschrauber einen Überblick über das Ausmaß des Schadens zu verschaffen. Die L 160 bleibt für den Abschnitt Einmündung K 66 bis zur Ortslage Fischbach weiter voll gesperrt.
Insgesamt sind ca. 450 Feuerwehrleute, 100 Mitarbeiter des DRK sowie 40 des THW vor Ort im Einsatz.

(Polizei)

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