Höhenarbeiter zerschneiden gebrochenes Rotorblatt, Blitzeinschlag Ursache für Unglück

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Gimbweiler. Nachdem an Rosenmontag während eines Gewitters, ein Blitz in ein laufendes Rotorblatt eines Windrades bei Gimbweiler eingeschlagen ist, haben am heutigen Freitag Höhenarbeiter ihre Arbeit aufgenommen.
Nach Angaben von Felix Rehwald, Pressesprecher von Enercon kann man mit großer Sicherheit bereits sagen, dass ein Blitzeinschlag die Ursache für das gebrochene Rotorblatt ist. Experten des Unternehmens und Fachkräfte des deutschen Wetterdienstes konnten auswerten, das zum Zeitpunkt, als das Windrad eine Störung im System angab zeitgleich drei Blitze unmittelbar um das Windrad nieder gingen. Einer schlug dann ein. In Verbindung mit Zeugenaussagen von Autofahrern auf der angrenzenden A 62 und Hahnweiler gab es schließlich einen lauten Knall und hellen Lichtblitz. Daraufhin wurde der Notruf abgesetzt und zahlreiche Feuerwehren alarmiert.
Seither ist die A 62 zwischen Freisen und Birkenfeld, mit einer kurzen Ausnahme am Dienstagnachmittag, vollgesperrt. Ebenfalls kein Durchkommen ist auf der K 60 und K 61. Bei näherem Betrachten konnte man sehen, dass Trümmerteile bis zu 500 Meter weit, über die Autobahn hinaus, geschleudert wurden.
Am heutigen Freitag kamen in stundenlanger Arbeit Höhenarbeiter zum Einsatz. Die kletterten im Inneren des Windrades bis zur Naht hoch. Dort wurden mit Fachwerkzeugen die gebrochenen Teile durchgesägt und kontrolliert mehr als 100 Meter tief fallen gelassen. Auf einem Feld landeten schließlich die großen Trümmerteils des zerstörten Rotorblattes.
Nach Auskunft von Felix Rehwald besteht aus Sicht von Enercon nun keine Gefahr mehr das Teile abstürzen könnten. Am Nachmittag wurden alle Sperrungen wieder aufgehoben. Ende kommender Woche werden Kranteile zum Unglückort geliefert und aufgebaut. Im weiteren Verlauf wird dann der Kopf des Rotorblattes demontiert und die beiden anderen Blätter begutachtet. Rund um das Windrad ist ein striktes Aufenthaltsverbot, das beachtet werden soll.

(Blaes)

(Eine Chronik, mit vielen weiteren Details für Interessierte folgt kommende Woche)

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