„Hochgradiges explosinsgefährlicher“ Sprengstoff in Igel gefunden: Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei

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Trier/Igel (ots) Im Rahmen polizeilicher Ermittlungen wurde am Mittwochabend gegen 19 Uhr die Wohnung eines Anwesens in Igel, Trierer Straße, durchsucht.
Hierbei stießen die Ermittler um 19.15 Uhr auf im Keller des Mehrparteienhauses gelagerten Sprengstoff. Daraufhin wurden zunächst sämtliche Hausbewohner aufgefordert, das Anwesen zu verlassen.
Der daraufhin hinzugezogene Sprengstoffentschärfer des Landeskriminalamtes stellte fest, dass der Sprengstoff hochgradig explosionsgefährlich ist.
Aufgrund der nun vorhandenen Gefahrenlage entschied der polizeiliche Einsatzleiter nun auf Empfehlung des Experten, die Durchfahrtsstraßen für den Verkehr zu sperren und die Anwohner in einem Radius von ca. 200 Metern um den Fundort zu evakuieren.
Daraufhin sperrten Polizeikräfte mehrerer Dienststellen sowie Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren den Gefahrenbereich großräumig ab und brachten die Anwohner aus dem gefährdeten Bereich in Sicherheit. Es mussten dreihundert Menschen ihre Häuser verlassen. Sie wurden von Hilfskräften versorgt.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen ist ein politisch motivierter Hintergrund der handelnden Personen auszuschließen. Bisher hat die Polizei eine Person aus dem Anwesen wegen des Verdachts eines Sprengstoffvergehens festgenommen.
Von den Sperrungen betroffen waren in erster Linie die B 49 / Trierer Straße sowie mehrere Nebenstraßen. Auch der Bahnverkehr war betroffen und wurde eingestellt.

Nachdem die Polizei und Feuerwehr in Igel aufgrund des Sprengstofffundes in der Trierer Straße etwa 300 Menschen aus ihren Häusern evakuieren mussten, ist seit 1.20 Uhr wieder so etwas wie Normalität eingekehrt.
Erst als die Evakuierungen abgeschlossen waren, konnten die Sprengstoffspezialisten des Landeskriminalamtes die gefährlichen Fundstücke sicher aus dem Haus entfernen und unmittelbar an einem abgelegenen Ort außerhalb von Igel entschärfen.
In der Zwischenzeit waren etwa 100 der Evakuierten in der örtlichen Turnhalle untergekommen. Dort hatten Feuerwehr und Hilfsdienste ein Notquartier eingerichtet. Andere kamen bei Freunden und Verwandten unter.
Als auch die Sprengstoff-Spürhunde in dem Haus nicht mehr anschlugen, konnte die Polizei Entwarnung geben, die Sperrungen aufheben und die betroffenen Bürger wieder in ihre Zuhause lassen.
Insgesamt waren 150 Helfer der Feuerwehren und Rettungsdienste sowie 36 Polizeibeamte im Einsatz.

(Polizei)

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