Update: Herbststurm über der Region: 330 Einsatzkräfte, Verletzte und umgestürzte Bäume

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Region Trier. Der erste Herbststurm des Jahres ist am Sonntagmittag, wie es der deutsche Wetterdienst angekündigt hatte, mit voller Wucht über unsere Region hinweg gezogen.
Los ging es am Mittag im Hochwald. Gegen 15:40 Uhr brach ein großer, schwerer Ast von einem Baum auf ein fahrendes Auto. Dabei durchbohrte der Ast die Beifahrerseite der Windschutzscheibe. Viel Glück hatte der Beifahrer des PKW, er konnte von den Rettungskräften der Feuerwehr gerettet werden und kam mit Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Fahrerin erlitt einen Schock. Die Feuerwehr räumte die Straße wieder, an dem Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden. Im Einsatz war hier die Feuerwehr Schillingen, das DRK Hermeskeil und der Notarzt aus Losheim. Im Hochwald kam es zeitgleich zu mehreren Feuerwehreinsätzen. In der Verbandsgemeinde Kell am See mussten umgestürzte Bäume auf der B407 zwischen Kell am See und Waldweiler, sowie auf der Kreisstraße 67 zwischen Kell und Grimburg weggeschnitten werden. Weiterhin blockierten zwei Bäume die Zufahrt zum Seehotel am Keller See. In Mandern musste die Feuerwehr Geröllmassen in der Ortsmitte von der Straße räumen. Auch in Lampaden kamen aus der Bergstraße Schlammmassen und mussten von den Einsatzkräften beseitigt werden. Auf der B 268 Richtung Pellingen und auf der Kreisstraße 43 mussten Bäume von der Straße geschnitten werden. In der Verbandsgemeinde Hermeskeil mussten die Feuerwehren sechs umgestürzte Bäume, in Rascheid, Züsch, Neuhütten und Reinsfeld von Straßen sägen.
Während die Kräfte im Hochwald die Einsätze nach und nach am abarbeiten waren, ging es in der VG Konz und Saarburg mit dem Unwetter los. Auf der Bahnstrecke Trier- Perl fiel ein Baum bei Oberbillig auf die Oberleitung. Das gleiche Bild bei Wellen. Zwischen Konz und Saarburg fiel der Zugverkehr ebenfalls aus, weil bei Ockfen die Oberleitungen blockiert wurden. Bahnreisende wurden durch die DB über Zugausfälle informiert. Zahlreiche Bäume stürzten um und mussten von der Feuerwehr von Bundes- Land und Kreisstraßen beseitigt werden. Besonders betroffen war die B 268 zwischen Pellingen und Trier. Höhe Schießstand fielen mehrere Bäume um. Auf der alten B51 zwischen Könen und Tawern stürzten ebenfalls Bäume um. Dort musste ein 23-jähriger Pkw-Fahrer zwischen den Ortslagen Tawern und Könen wegen eines in die Fahrbahn ragenden Baumes stark abbremsen, so dass der nachfolgende Pkw auffuhr. Verletzt wurde niemand.
Auf der K 133, zwischen Wiltingen und Konz, ca. 200 Meter vor der Wiltinger Kupp, kam es zu einem Verkehrsunfall mit einer leicht verletzten 30-jährigen Pkw-Fahrerin. Sie geriet auf regennasser Fahrbahn aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern und kam von der Fahrbahn ab. Der Pkw kippte hierbei zur Seite, wobei die Fahrerin lediglich leicht verletzt und anschließend von Kräften des DRK zur medizinischen Versorgung in ein Trierer Krankenhaus verbracht wurde. Im Einsatz waren die Feuerwehren Konz und Wiltingen, sowie das DRK Konz. Die Wiltinger Kupp musste nach dem Starkregen durch die Straßenmeisterei Saarburg bis zum Montagvormittag voll gesperrt werden, da aufgrund einer größeren Geröllansammlung im Bereich eines dortigen Weinberges diese abzurutschen drohte. Gegen 9 Uhr war die Fahrbahn hier wieder befahrbar und die Vollsperrung aufgehoben.
Zu Behinderungen im Straßenverkehr und umgestürzten Bäumen wegen der orkanartigen Böen mussten die Wehren in Saarburg und Beurig, auf der L132 bei Kahren, B419 Wincheringen und bei Wawern ausrücken. Weiterhin kam es in Freudenburg, Beurig, Ayl, Kruttweiler, Rehlinger-Hof und Irsch zu unwetterbedingten Einsätzen. Auch Keller mussten leer gepumpt werden.
In der Verbandsgemeinde Ruwer musste in Pluwig ein Keller nach dem Starkregen durch die Feuerwehr leer gepumt werden. Auf der Kreisstraße 143 zwischen Pluwig und Hockweiler, sowie in der Ortslage Gutweiler stürzten Bäume um und mussten von der Fahrbahn beseitigt werden. Hier waren die Feuerwehren Pluwig- Gusterath und Gutweiler im Einsatz. Eher ruhig blieb es in der VG Schweich und Trier- Land. Die Feuerwehr Schweich musste hier lediglich auf der B53 zwischen Schweich und Trier- Ehrang einen umgestürzten Baum zerschneiden. In Zemmer und Kordel fiel auch ein Baum um.
In der Stadt Trier kam es ebenfalls zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen. Hier kam es zu 35 unwetterbedingten Einsätzen. Keller mussten leer gepumpt werden und umgestürzte Bäume beseitigt werden. In der Ostallee fiel ein Baum um und blockierte die Fahrbahn. Das gleiche in der Luxemburgerstraße Höhe der SWT. In der Böhmerstraße stürzte ein meterhoher Baum über die komplette Fahrbahn. Gleiches Bild Im Kandelbach und Am Mariahof. Auch hier wurde die Feuerwehr tätig. Wegen der Wassermassen mussten an vielen Stellen in der Stadt die Kanalschächte geöffnet werden, um ein abfließen zu gewährleisten.
Brisant wurde es im Trierer Stadtteil Tarforst. In der Karl- Carstens- Straße musste die Feuerwehr eine Baugrube hinter mehreren Mehrfamilienhäusern leer pumpen. Schweres Gerät kam hier zum Einsatz. Durch den starken Regen füllte sich die Grube rasant schnell mit Wasser und drohte in darunter liegende Keller und Wohnräume in der Clemens- Wenzeslaus- Straße zu laufen. Die Anwohner hatten, vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte, mit Schaufeln und Brettern eine Wassersperre errichtet. In letzter Minute konnte hier schlimmeres verhindert werden. Im Einsatz waren im Stadtgebiet die Berufsfeuerwehr Wache I und II, die Löschzüge Mitte, Olewig und Zewen.
Mit Beginn der Alarmierungen wegen starkem Unwetter gegen 15:30 Uhr im Kreis Trier-Saarburg hat sich die technische Einsatzleitung als Koordinierungsstelle im Feuerwehrgerätehaus in Konz eingefunden und aufgebaut. Mitunter waren hier der Kreisfeuerwehrinspekteur Christoph Winkler und sein Stellvertreter Christian Neuschwander. Insgesamt kam es zu 50 Einsätzen in der Spitze, die von insgesamt 330 Kräften abgearbeitet wurden, im Landkreis Trier- Saarburg. In den Verbandsgemeinden des Landkreises wurden präventiv alle Feuerwehreinsatzzentralen besetzt und die Wehrleiter informiert. Die Leitstelle Trier wurde auch durch die Freischicht verstärkt, um die Koordinierung der Einsätze in der Stadt zu übernehmen.
Gegen Abend beruhigte sich das Wetter wieder und der Sturm zog weiter Richtung Süden.

 

 

(Infos: Blaes/ Polizei/ Berufsfeuerwehr Trier/ Nicole Schumacher Presse Trier- Saarburg)

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