Gebäudebrand in Zemmer: Wohnhaus unbewohnbar, Bewohnerin verletzt, 60 Kräfte im Einsatz

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Zemmer. Am frühen vierten Adventssonntag kam zu einem Großalarm für sämtliche Feuerwehren in der VG Trier- Land. In der Mülchenstraße in Zemmer kam es ein Tag vor Heilig Abend zu einem Gebäudebrand. Die Bewohnerin verliert alles.
Um 1:45 Uhr ging bei der Leitstelle Trier der Notruf über ein brennendes Haus in der Mülchenstraße ein. Eine Bewohnerin sei noch im Gebäude.
„Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, schlugen bereits aus allen Fenstern und der Haustüre im Erdgeschoss meterhohe Flammen“ erklärt Christian Otto Pressesprecher der Feuerwehr. Umgehend begannen, unter schwerem Atemschutz, die ersten Löscharbeiten. Auch der Einsatzleiter Jürgen Cordie war schnell am Brandort und veranlasste eine sofortige Nachalarmierung weiterer Kräfte.
Die Bewohnerin des Hauses, die aus ihrem Bett gerissen wurde, konnte noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr, mit Hilfe der Nachbarn das brennende Haus verlassen. Sie wurde dem Rettungsdienst übergeben und kam nach notärztlicher Versorgung in ein Krankenhaus.
Unterdessen rüsteten sich weitere Atemschutzträger aus, um die Flammen von außen und im Inneren des Hauses zu löschen. Die starke Rauchentwicklung und enorme Hitzentwicklung richtete auch im Obergeschoss einen großen Schaden an. „Die Einsatzkräfte konnten ein Übergreifen auf das Obergeschoss, in letzter Minute verhindern. Ein angrenzendes Wohnhaus konnte durch die starke Anzahl von Feuerwehrkräften geschützt werden“ so Christian Otto.
Ziemlich schnell war das Feuer unter Kontrolle und schließlich gelöscht. Während der Nachlöscharbeiten wurden die verbrannten Möbel aus dem Haus gebracht. „Um weitere Glutnester auszuschließen, wurde das Wohnhaus im Erdgeschoss leergeräumt und die Möbel im Freien schließlich gelöscht“ erklärt der Pressesprecher.
Dank der großen Anzahl von Einsatzkräften der Feuerwehr konnte der Brand auf das Erdgeschoss eingeschränkt werden. „Hier kamen Feuerwehren aus der dem Landkreis Trier- Saarburg und dem Landkreis Bitburg- Prüm in reibungsloser Zusammenarbeit zum Einsatz“ lobte der Wehrleiter Jürgen Cordie. Das DRK versorgte die Einsatzkräfte vor Ort mit warmen Getränken.
Kräfte der Polizei machten sich nach den Löscharbeiten ein Bild vom Ausmaß des Brandes und übergaben die Ermittlungen an Brandermittler der Kriminalpolizei, die ebenfalls noch in der Nacht mit ihren Arbeiten begannen. Wie es zu dem Feuer konnte, ist derzeit noch nicht bekannt.
Es entstand jedoch ein hoher Sachschaden. Das Haus ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Die Feuerwehr Zemmer richtete eine Brandwache bis zum Morgen ein.
Im Einsatz waren etwa 60 Kräfte der FEZ, Wehrleitung und Führungsstaffel VG Trier- Land. Die Feuerwehren aus Zemmer, Rodt, Schleidweiler, Orenhofen und Speicher. Zudem das DRK Speicher und Ehrang, der Notarzt Ehrang. Weiterhin die Polizei Schweich und Brandermittler der Kriminalpolizei Trier.

(Text & Bilder: Blaes)

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