Bergung des entgleisten Zugs gestaltet sich als schwierig, tagelange Sperrung

21581
Werbung
Werbung

Erdorf. Nachdem am frühen Freitagmorgen um 5:17 Uhr eine Regionalbahn am Wilseckertunnel zwischen Bitburg- Erdorf und Kyllburg entgleist ist, begannen am Samstagmittag die Bergungsarbeiten mit einem Kran.
Zuvor wurden am Freitagnachmittag mit einem Bagger die Geröllmassen von den Gleisen gebracht. Links und rechts entlang der Zugstrecke wurde das Geröll aufgetürmt. Der Erdrutsch hat im Wald neben dem Tunnel eine große Schneise der Verwüstung hinterlassen. Ein Auto wurde ebenfalls in die tiefe mitgerissen und völlig zerstört. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich im Fahrzeug ein Mensch befand, wurde umso vorsichtiger gearbeitet. Es konnte aber schnell Entwarnung gegeben werden, der Besitzer meldete sich fassungslos bei den Einsatzkräften.
Vor Ort im Einsatz ist ein 160 Tonnen Schienenkran aus Leipzig und der Hilfszug aus Trier. Im Laufes des Samstags stellte sich heraus, dass die Bergung schwieriger ist als zunächst erwartet.
Ein Bahnsprecher teilt mit: „Unser Bergungstrupp arbeitet derzeit daran, die großen Mengen Schlamm und Geröll unter dem Zug wegzuschaffen. Dafür kommt im engen Tunnel ein kleiner Bagger zum Einsatz. Sobald das weitgehend abgeschlossen ist, soll eine schwere Diesellok den entgleisten Triebzug soweit aus dem Tunnel ziehen, so dass der Kran ihn anheben und wieder auf die Schienen setzen kann. Anschließend ist geplant, den Triebzug in die Werkstatt nach Köln abzuschleppen. Danach können dann die Schäden an den Gleisanlagen begutachtet und der Reparaturbedarf ermittelt werden.“ Die vordere Achse des Zuges ist bei dem Auffahren der Geröllmassen entgleist.
Der Streckenabschnitt zwischen Kyllburg und Erdorf ist für weitere Tage weiterhin gesperrt. Die Bahn setzt zwischen den beiden Haltestellen Busse ein.

(Blaes)

Werbung