30.000 Quadratmeter brennen: Großeinsatz für über 100 Einsatzkräfte, Waldbrand kann verhindert werden

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Geisfeld. Am Dienstagmittag um 12 Uhr wurde die Feuerwehr zunächst zu einem kleinen Flächenbrand oberhalb von Geisfeld (VG Hermeskeil) an der Kreisstraße 98 alarmiert. Ein Mähdrescher war dort mit Erntearbeiten auf einem Getreidefeld, als hinter der Erntemaschine, vermutlich durch Funkenflug, Flammen aufstiegen.
Durch den etwas stärkeren Südwind breiteten sich die Flammen jedoch in Sekundenschnelle in alle Richtungen aus. An der Einsatzstelle gaben die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr die Rückmeldung, dass es ein großer Flächenbrand ist, und weitere Einheiten vor Ort gebraucht werden. Sogleich wurde Großalarm für sämtliche wasserführenden Fahrzeuge ausgelöst. Abseits des Dorfes gab es kein Hydrant zur Wasserentnahme, so wurden Tanklöschfahrzeuge benötigt. Mit vereinten Kräften begannen die Löscharbeiten aus allen Richtungen. Das Hauptaugenmerk lag aber darin, den Wald zu schützen. „Die Flammen zogen sehr schnell in Richtung des Waldes, daher wurde dort mit einem Traktor eine Schneise gezogen und erstrangig gelöscht“, so der Einsatzleiter Daniel Bredel vor Ort. Das Feuer ist unterdessen auf mehrere Felder übergegriffen und umfasste auch eine kleine Hecken- und Baumlandschaft. Meterhoch stiegen die Flammen in den Himmel, als die Hecken anfingen zu brennen. Eine große Rauchsäule war kilometerweit hin sichtbar.
Immer mehr Einsatzkräfte erreichen die Einsatzstelle und unterstützen die Einheiten, die schon vor Ort am löschen sind. Der Mähdrescher konnte ohne größeren Schaden das Feld verlassen und wurde unter der Aufsicht der Feuerwehr in Sicherheit gebracht zum entladen der Ernte.
Am Sportplatz von Geisfeld wurde die Einsatzleitung aufgebaut und die anrückenden Kräfte in den Bereitstellungsraum aufgestellt. Nach und nach kamen dann die einzelnen Tanklöschfahrzeuge zum Einsatz. „Aufgrund der enormen Trockenheit breiteten sich die Flammen in Sekundenschnelle aus, so haben wir uns entschieden, den Wasserförderzug des Landkreises zu alarmieren“, so Bredel. Im Pendelverkehr wurden die einzelnen wasserführenden Fahrzeuge immer wieder am Ortseingang von Geisfeld mit Wasser befüllt. Auch Kräfte aus den umliegenden Landkreisen wurden alarmiert, ebenso die Werksfeuerwehr der Firma Diehl aus Braunshausen. „Durch das sehr schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnten wir einen großen Waldbrand verhindern“, ist Daniel Bredel froh.
Nach mehr als zwei Stunden war das Feuer unter Kontrolle und gelöscht. Dennoch kamen immer wieder kleine Glutnester zum Vorschein. Mit dem Quadrocopter des Landkreises Trier- Saarburg wurde die Brandstelle und der Wärmebildkamera überflogen, um alle Glutnester ausfindig machen zu können und somit ablöschen zu können. Es brauchte noch weitere vier Stunden bis zum späten Nachmittag bis alles komplett gelöscht war. Ein Landwirt fuhr anschließend mit dem Grubber über den gelöschten Flächenbrand. Eine Brandwache wurde vor Ort eingerichtet.
Im Einsatz waren mehr als 100 Kräfte von FEZ, Führungsstaffel und Wehrleitung VG Hermeskeil. Der stellv. KFI Trier- Saarburg, Feuerwehren der umliegenden Ortschaften, der Wasserförderzug des Landkreises Trier- Saarburg, der Quadrocopter des Landkreis Trier- Saarburg. Feuerwehren aus dem Landkreis Bernkastel- Wittlich, Birkenfeld und dem Saarland, die Werkfeuerwehr Diehl, das DRK OV Hochwald und die Polizei Hermeskeil.

(Blaes)

 

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