Waldrach. 40- Tonner stürzt Böschung hinab, Fahrer verlässt sich auf Navigationssystem (33 Bilder)

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Waldrach. Große Aufregung am Montagmorgen um 8:45 Uhr in der Fellerstraße in Waldrach. Ein Sattelschlepper ist auf einem landwirtschaftlichen Weg in eine Böschung umgekippt, der Fahrer konnte sich unverletzt aus der Fahrerkabine retten.

Nach Angaben der Polizei befuhr der bulgarische LKW- Fahrer, einer Transportfirma aus dem Westerwald in der Nähe von Koblenz, die enge Nebenstraße „Fellerstraße“. Ein Teil dieser Straße endet als Landwirtschaftlicher Weg in Richtung der Weinberge. Nach Auskünfte des Fahrers führte sein Navigationssystem ihn in diese enge Straße als kürzester Weg in Richtung Kasel.

Doch eine 180 Grad Kurve wurde dem Fahrer zum Verhängnis. Alle Versuche doch noch um die Kurve zu kommen, scheiterten. Der Auflieger rutschte hinten ab, geriet in eine Böschung und kippte schließlich um. Dabei kam die Fahrerkabine ebenfalls zu Sturz und blieb auf dem Feldweg liegen.

Der Fahrer konnte die Kabine unverletzt verlassen.

Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherten zunächst die Unfallstelle ab und stellten große Wannen unter den Dieseltank, der glücklicherweise nicht aufgerissen wurde.

Zur Vorsorge wurden Ölsperren auf einen, an der Unfallstelle vorbei fließenden Bach, errichtet.

Der LKW hat Ladungspapiere 25 Tonnen Bimssteinen geladen.

Eine Spezialfirma aus Trier rückte im Laufe des Vormittags mit zwei Krahnen und einem großen Abschlepper an. Zunächst wurde der Auflieger gegen weiteres abrutschen abgesichert. Eine Seilwinde wurde dann an die Fahrerkabine und eine weitere an hinteren Ende des LKW angebracht. Mehrmals musste das Zugseil verlegt werden, weil die Bergung sich schwieriger gestaltete, als angenommen.

Schließlich wurde das Gespann Stück für Stück angehoben. Dabei zeigte sich wie sicher die Ladung gegen ein abrutschen gesichert war. Es brauchte schon einen guten Ruck, bis die Plane zerriss und die Steine schließlich in Richtung des Baches fielen.

Nach einer guten Zeit konnte man den Auflieger anheben und wieder auf die Straße stellen. Mit einem hohen Sachschaden wurde schließlich der Sattelschlepper abgeschleppt.

Die Feuerwehr musste die ganze Bergung mit vor Ort bleiben, falls es zu einem Riss der Tanks kommen würde, um umgehend handeln zu können. Doch bis auf wenige Tropfen, hielt der Dieseltank stand.

Nachdem die Bergung abgeschlossen war, rückte ein Bauunternehmen mit einem Bagger an um die Steine aus der Böschung zu heben und zu verladen.

Der Einsatz für die Feuerwehr dauerte mehr als 6 Stunden an.

Im Einsatz waren 25 Einsatzkräfte von FEZ, Wehrleitung und Führung VG Ruwer, die Feuerwehren aus Waldrach und Kasel und die Polizei Schweich.

Zudem ein Bergungsunternehmen aus Trier.

 

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