Sturzflut in Wadern, übergelaufene Bäche und viel Schaden

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Wadern. Am frühen Nachmittag hieß es im Landkreis Merzig- Wadern „Land unter“. In zahlreichen Ortschaften liefen Bäche über ihre Ufer und Sturzfluten ergossen sich durch die Straßen. Besonders betroffen war die Stadt Wadern und ihre Stadtteile. Hier kam es zu hunderten Einsätzen, wegen vollgelaufenen Kellern und Häusern. Straßen wurden unpassierbar. Zusätzlich wurde zur Entlastung der Integrierten Leitstelle des Saarlandes eine Technische Einsatzleitung im Gerätehaus Wadern eingerichtet, von wo die Einsatzkräfte koordiniert werden.




Es wurde ein Vollalarm ausgelöst, alle 10 Löschbezirke der Feuerwehr und das THW waren im Einsatz, um schnellstmöglich Schäden zu beheben. Aufgrund der starken Überflutungen war der Bereich um die Stadthalle in Wadern derzeit nicht befahrbar. Kunden eines großen Einkaufszentrums mussten stundenlang im Parkhaus ausharren, bis die Fluten abgeflossen waren. Besonders schwer traf es die Stadthalle bzw. das örtliche Bauamt. Hier drückten die Wassermassen eine Wand ein. In der Folge liefen ungebrochen Schlamm und Wasser in die Werkstätten und richteten große Schäden an. Das Freibad wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen und wurde komplett überflutet. Die Prims trat über die Ufer und flutete zahlreiche Straßen und Häuser.




Die Hilfskräfte hatten bis in die Nacht alle Hände voll zu tun. Aufgrund der großen Schadenslage wurde Katastrophenalarm ausgelöst. So konnte die Bundeswehr zur Unterstützung anrücken. Hunderte Sandsäcke wurden gefüllt und verbaut zum Schutz. Mehr als 250 Kräfte waren rund um Wadern im Einsatz.

(Blaes)