Sicherheitskonzept für den Trierer Weihnachtsmarkt, Betonblöcke werden errichtet

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Gemeinsam mit allen Sicherheitsverantwortlichen und Weihnachtsmarktbetreibern hat sich die Polizei Trier auf die bevorstehenden Weihnachtsmärkte vorbereitet und ein umfassendes Sicherheitskonzept entworfen. „Wir wollen allen Menschen größtmögliche Sicherheit bieten, damit sie auf den Weihnachtsmärkten der Region sorgenfrei eine beschauliche Vorweihnachtszeit erleben können“, beschrieb der Leiter der Polizeidirektion Trier, Polizeidirektor Ralf Krämer, anlässlich des Pressegespräches gemeinsam mit dem Trierer Oberbürgermeister, Wolfram Leibe, das Ziel der Polizei und ihrer Sicherheitspartner.

Vorweg stellte Krämer klar, dass den Sicherheitsbehörden in Deutschland, Rheinland-Pfalz und Trier bisher keine konkreten Erkenntnisse zu möglichen Gefährdungen von Weihnachtsmärkten vorlägen. Die Polizei geht jedoch unverändert von einer abstrakt hohen Gefahr von terroristischen Anschlägen aus und stellt sich mit ihrer Planung darauf ein. Schwerpunkt der Sicherheitsmaßnahmen wird die Stadt Trier als Oberzentrum mit seinem über die Grenzen hinaus bekannten Weihnachtsmarkt sein. Jährlich finden mehr als 400.000 Menschen aus dem In- und Ausland den Weg zu einem der schönsten deutschen Weihnachtsmärkte.

Daher wird die einsatzverantwortliche Polizeiinspektion Trier während der Öffnungszeiten des Trierer Weihnachtsmarktes ab dem 27. November mit einer Vielzahl von uniformierten Polizeibeamtinnen und -beamten offen erkennbar und für die Bürger ansprechbar unterwegs sein. Unterstützt werden die Uniformierten durch Einsatzkräfte in Zivil, die auf dem Weihnachtsmarkt und im Umfeld verdeckt beobachten und Informationen sammeln, um frühzeitig Störungen oder Gefahren zu erkennen und zu beseitigen.

Im Bereich der Liebfrauenkirche steht das Sicherheitsmobil der Polizei als Anlaufstelle für Bürger zur Verfügung.

Wie schon an den letzten beiden Veranstaltungstagen des Weihnachtsmarktes 2016 und an Fastnacht werden der Hauptmarkt und der Domfreihof mittels Videotechnik überwacht. Die Aufzeichnungen dienen der Polizei zum frühzeitigen erkennen von Gefahrensituationen und zum gezielten Lenken von Einsatzkräften. Im Falle von Straftaten werden die Aufnahmen zur Strafverfolgung herangezogen und in die polizeilichen Ermittlungen einfließen. Nach einer mit dem Landesdatenschutzbeauftragten abgestimmten Aufbewahrungsfrist von 30 Tagen werden die Aufnahmen gelöscht, sofern sie nicht für Ermittlungszwecke benötigt werden.

In enger Abstimmung mit den Verantwortlichen der Stadt Trier werden mehrere Zufahrten zum Weihnachtsmarktgelände mit teils speziell hierfür durch die Stadt angeschafften Betonbarrieren versperrt. Für die Feuerwehr und Rettungsdienste wichtige Zufahrten werden durch Kontrollstellen der Polizei und mobile Sperren gesichert. Darüber hinaus werden die Polizeibeamtinnen und –beamten stichprobenartig Taschen, Rücksäcke oder sonstiges Gepäck von Passanten kontrollieren.

Die weiteren, insbesondere die stark besuchten Weihnachtsmärkte im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Trier, z. B. in Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach, werden, den örtlichen Gegebenheiten und Erfordernissen jeweils angepasst, dem Trierer Konzept folgen. Einzige Ausnahme wird sein, dass ausschließlich der Trierer Weihnachtsmarkt videounterstützt überwacht wird.