Schweres Unwetter zieht über die Region Trier: Trassem erneut von Erdrutsch betroffen, überflutete Straßen und voll gelaufene Keller, 100 Kräfte im Einsatz

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Region Trier. Erneut ist ein schweres Unwetter über die Region Trier hinweg gezogen und für stundenlange Einsätze von Feuerwehr und THW geführt.
Los ging es gegen 19:30 Uhr rund um Wittlich. Laut Polizei kam es zu Feuerwehreinsätzen in der Innenstadt, weil Keller mit Wasser vollgelaufen sind und Kanaldeckel sich hochdrückten. Um 19:50Uhr musste die Feuerwehr auf die B 53 bei Kröv ausrücken. Hier blockierte ein umgestürzter Baum die Bundesstraße und musste beseitigt werden.
Mit viel Regen, Blitz und Donner zog das Gewitter quer über die Region und nahm kurzzeitig nochmals an Kraft zu. In Trassem schließlich ließ sich ein schweres Unwetter nieder.
Wieder wurden die Bewohner der Straße „Unterm Halstenberg“ schwer getroffen. Ein Starkregenschauer löste, wie bereits vor drei Wochen, ein Hangrutsch aus. Oberhalb der Straße kam von den, mit Mais eingesäten Feldern, eine Wasser- und Schlammlawine durch Gärten, Garagen und Häuser und bahnte sich seinen Weg unaufhaltsam ins Tal.
Zentimeter hoch stand das Wasser auf der Straße und machte diese zeitweise unpassierbar. Anwohner und die alarmierte Feuerwehr sperrte den Bereich großräumig ab.
Karl Schiffer- Merten erzählte das er bereits vor drei Wochen vom schwerem Unwetter betroffen war. „Innerhalb von wenigen Minuten schießt das Wasser den Hang herunter und überflutet den ganzen Garten“, so Schiffer- Merten. Besonders betroffen war der Nachbar nebenan. Er hatte sein Garten erst wieder vom Schlamm und Dreck befreit und nun wurde es noch schlimmer. Zentimeter hoch steht der Schlamm im Garten. Der Gartenteich ist als solches nicht mehr zu erkennen. Das Wasser suchte sich den Weg durch die Garage ins Untergeschoss des Hauses und flutete dieses. Feuerwehr und THW waren stundenlang mit Abpumparbeiten beschäftigt.
Michi, ein junger Mann aus der gleichen Straße ist ebenfalls vom Unwetter betroffen und lobt die große Zusammenarbeit zwischen den Nachbarn. Er erzählt im Gespräch das kurz nach dem Gewitter schon die ersten hilfsbereiten Nachbarn mit Gummistiefel, Schaufel und Besen bereitstanden.
Von allen Betroffenen gibt es dennoch große Kritik. „Das zweite Mal haben wir Wasser im Keller, Fluten ergießen sich den Hang hinab, da muss jetzt wirklich gehandelt werden. Da muss ein Schutz errichtet werden“, so Karl Schiffer. Merten einer der Betroffenen.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des THW säuberten die Straßen und spritzten diese, nachdem der starke regen abgezogen war, ab. Mit einem Radlader des THW und einem Privatmann aus Trassem wurden die Schlammmassen abtransportiert.
Auf der Saarburgerstraße kam es kurzzeitig auch zu Behinderungen, wegen Überflutungen und Geröllmassen auf der Fahrbahn. Diese wurden ebenfalls beseitigt.
Bernhard Hein, Einsatzleiter der Feuerwehr VG Saarburg lobt ebenfalls die sehr gute Zusammenarbeit mit allen Betroffenen und Nachbarn. „Die Bewohner haben sehr schnell und gut reagiert und mit Schaufel und Besen bewaffnet. So konnte schlimmeres verhindert werden“, so Hein.
In Beurig, Serrig und Freudenburg mussten die Feuerwehren ebenfalls zu vollgelaufenen Kellern ausrücken und diese leer pumpen, erklärt der Einsatzleiter.
Die Aufräumarbeiten zogen sich bis in die späten Abendstunden hin. Auch der VG- Bürgermeister Jürgen Dixius machte sich ein Bild von der Lage in Trassem.
Im Einsatz waren in der VG Saarburg mehr als 100 Einsatzkräfte von FEZ, Wehrleitung und Führungsstaffel VG Saarburg, die Feuerwehren aus Trassem, Freudenburg, Saarburg, Beurig und Serrig. Zudem das THW Saarburg und der DRK OV Saarburg und die Polizei Saarburg.

(Blaes)