Schwere Unwetterlage in der VG Konz

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Tawern/ Könen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist ein schweres Unwetter über die gesamte Region Trier hinweggezogen und hat große Schäden hinterlassen.
Gegen 1:20 Uhr gingen die ersten Meldungen bei der Leistelle Trier über vollgelaufene Keller und überflutete Straßen ein. In Tawern lief der Mausbach und der Mannebach über die Ufer und flutete Straßen, Keller und Häuser. Bis zu einem Meter hoch stand teilweise das Wasser. Mit Sandsäcken und Brettern wurden Barrieren gebaut.
In Könz- Könen liefen gleich mehrere kleine Bäche über die Ufer und überfluteten ebenfalls alles was im Weg war. Zahlreiche Häuser liefen voll und richteten große Schäden an. Die Ortsdurchfahrt wurde gesperrt. In der Karthäuserstraße wurde eine Unterführung unterspült. Ein Auto fuhr in die Wassermassen. Auf der alte B51 zwischen Könen und Taw

ern und weiter nach Ayl stürzten zahlreiche Bäume um, die Strecke bleibt bis auf weiteres gesperrt. Auf der Strecke zwischen Tawern und Mannnebach kam es zu einem großen Hangrutsch und umschloss ein Autofahrer. Die Feuerwehr räumte die Massen von der Straße. Dennoch bleibt die Straße gesperrt.
Insgesamt kam es im gesamten Landkreis zu 200 Einsätzen bis 11 Uhr, Tendenz steigend. Davon waren alleine 161 Einsätze in der VG Konz. Mehr als 300 Einsatzkräfte waren zeitweise im Einsatz. Ein Zeltplatz in Könen an der Saar musste in der Nacht evakuiert werden. Die 10 Menschen wurden im Bürgerhaus Könen untergebracht. Ein Blitzeinschlag wurde in einem Mehrfamilienhaus in Konz gemeldet. Die Berufsfeuerwehr fuhr die Einsatzstelle an, jedoch wurde kein Feuer bestätigt. Verletzt wurde bislang niemand.
Angesichts der enormen Anzahl von Einsätzen wurde in Konz am Gerätehaus die technische Einsatzleitung errichtet. Dort sind Kräfte von Feuerwehr, THW, DRK und Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises vor Ort. Am frühen Morgen traf der Bürgermeister der VG Konz und der Landrat des Landkreises an der TEL ein.

(Blaes)