Orkan „Fredericke“: Region kommt glimpflich davon, 3 Tote in Deutschland und Chaos im Verkehr

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Trier/ Saarburg. Das Sturmtief Fredericke ist über unsere Region hinweg gezogen. Auf der B 268 zwischen Greimerath (VG Kell am See) und Britten (Saarland) fielen gleich mehrere Bäume um. Die Strecke musste zeitweise komplett gesperrt werden. Die Saarländische Feuerwehr aus Britten hat die Kollegen der Feuerwehren Zerf und Greimerath zur Unterstützung angefordert. Die Bäume wurden klein geschnitten, sodass die Bundesstraße schnell wieder frei gegeben werden konnte. Es bildeten sich lange Rückstaus in beide Richtungen.

Bei Oberzerf (VG Kell am See) riss durch den Sturm eine Stromleitung ab. Ein Strommast verbog sich derart das die Leitungen durch rissen. Die über die Bundesstraße führende Leitung fiel zu Boden.

In Serrig (VG Saarburg) und Taben- Rodt fiel am Mittag gegen 13 Uhr für mehr als eine halbe Stunde der Strom aus. In Serrig kam es im Kindergarten zu einem Einsatz. Bei Stromausfällen werden die Gerätehäuser der Wehren besetzt. So war es auch in Serrig der Fall und man konnte sogleich, ohne Sirenenalarm reagieren.

In Zemmer (VG Trier- Land) musste die Feuerwehr an einem Wohnhaus in der Ortslage lose Dachteile sichern.

In Klüsserath (VG Schweich) fiel ein Baum auf eine Stromleitung und beschädigte diese schwer. Die Feuerwehr sicherte die Gefahrenstelle ab. Der örtliche Energiebetreiber kümmerte sich um den Schaden.

In Trier fielen auf der Waldstrecke zwischen Euren und Herresthal Bäume um. Diese wurden von der Berufsfeuerwehr beseitigt. Ebenso mussten die Einsatzkräfte auf die B51/ Bitburger Richtung A64 ausrücken, dort ist ein Baum auf die Bundesstraße gestürzt. Dort kam es zu großen Verkehrsbehinderungen.

In der Eifel musste die Feuerwehr in der Stadt Prüm zu mehreren umgestürzten Bäumen ausrücken. Auf der B50 musste ebenfalls ein Baum beseitigt werden.

Im Landkreis Bernkastel- Wittlich kam es zur Mittagszeit zu einem unwetterbedingten Verkehrsunfall auf der L150 zwischen der Autobahn und Büdlicherbrück. Dort stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto. Die Insassen konnten sich unverletzt befreien. Die Strecke wurde für eine Stunde voll gesperrt.

Der Höhepunkt des Orkan wurde in Rlp für 13 Uhr voraus gesagt. Und je näher man dieser Uhrzeit kam, desto mehr Ereignisse gab es Deutschland zu verzeichnen. Zum Nachmittag wurde zunächst in NRW und dann in Rlp der Zugverkehr eingestellt. Betroffen waren auch Verbindungen von Trier in Richtung Köln und Koblenz.

Schließlich stürzte ein Baum zwischen Serrig und Saarhölzbach auf die Oberleitungen. Die Folge war eine Sperrung der Strecke Trier- Saarbrücken/ Homburg. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

Mit voller Wucht ist der Orkan schlielich über NRW bis in den Osten hinweg gezogen. Die stärkste Böe wurde auf dem Brocken mit 203 kmh gemessen. Auch weiter unten mit 138 kmh in Gera die stärkste Orkanböe gemmesen. In Rlp war die höchste Sturmböe in Weinbiet mit 135 kmh. Viele Dächer wurden abgedeckt, Straßen und Schienen unpassierbar wegen zahlreicher umgestürzter Bäume. In NRW starben zwei Menschen, in Thüringen ein 19 jähriger Feuerwehrmann während eines Einsatzes.

Alles in allem kam die Region Trier mit einem blauen Auge davon. Dennoch war Fredericke stärker als Kyrill vor 11 Jahren.