Im Ernstfall gut vorbereitet: Feuerwehren üben auf dem Helenenberg ein Gebäudebrand mit Menschenrettung

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Welschbillig. Um 19:45 Uhr heulten die Sirenen am vergangenen Donnerstagabend. Starker Rauch ist über dem Helenenberg und dem dortigen Jugendhilfezentrum Don Bosco zu sehen. Mehrere Jugendliche befinden sich noch im Gruppen- und Grundschulbereich und sind vom Feuer umschlossen. Wenige Minuten später rollen auch schon die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes an. Der Brand befindet sich im Mansardengeschoß des Hauptgebäudes. Der starke Rauch breitete sich in Sekundenschnelle über den Grundschul- und Saalbereich aus. Auch bei diesem Einsatz gilt als oberster Grundsatz: Menschenrettung geht vor Brandbekämpfung und so rücken in kürzester Zeit mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor, um nach den im Gebäude vermissten Jugendlichen zu suchen und diese zu retten. Ihre Aufgabe wird dabei durch die weitläufigen Gebäude und vor allem durch besonders dichten Rauch erschwert. Mit bis zu 7 Atemschutztrupps gleichzeitig werden die Gebäudeteile durchsucht und die in Not geratenen Jugendlichen nach und nach gefunden und nach draußen in Sicherheit gebracht. Ein Jugendlicher erlitt schwere Brandverletzungen – besonders im Gesicht und wurde von den in die Übung einbezogenen Malteser Rettungsdienste ärztlich versorgt. Im Anschluss an die Menschenrettung beginnen die Löscharbeiten im Inneren des Gebäudes bis zur Meldung: „Feuer aus!“ Im Rahmen der Übung wurde insbesondere die Zusammenarbeit der Feuerwehren aus verschiedenen Landkreisen und Verbandsgemeinden geprobt. Gleichzeitig wurde auch die zur Verfügung stehende Wassermenge ausgelotet. An der Übung nahmen Feuerwehren aus zwei Verbandsgemeinden und Landkreisen statt. Am Ende der mehrstündigen Übung, wurde die Übung von den anwesenden Wehrleitern zusammen mit der Mannschaft besprochen. Dabei konnte ein sehr positives Resume gezogen werden. Im Einsatz waren 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Welschbillig, Newel, Irrel, Eisenach, Olk, Gilzem und Idesheim, sowie der Malteser Hilfsdienst Welschbillig.

(Bilder: Feuerwehr Welschbillig)