Hochwasser an Mosel: Leichtes Aufatmen in Zell und Cochem, Wasser steigt langsamer

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Region. Ein langsames und zurückhaltendes Aufatmen bei den Menschen an der Mosel. Besonders in Zell schaut man stündlich zu den Prognosen des Hochwassermeldezentrums.

Dort wurde eine Schutzwand aufgestellt und hält aktuell die Fluten der Mosel zurück. Wenn in Trier einen Wasserstand von 8,70 Meter erreicht wird, können die Bewohner von Zell davon ausgehen, das die Altstadt überflutet wird. Dann läuft das Wasser über die Schutzwand und flutet innerhalb kurzer Zeit weit über 100 Häuser. Und nicht nur die Keller würden voll laufen, sondern teilweise auch die ersten Etagen der Wohnhäuser.

Bislang haben sich die Menschen dort auf den Keller leer räumen beschränkt. Gestern noch lag die Prognose für die Mosel in Trier bei bis zu 9,30 Meter. Dann hätte es Zell erwischt.

Heute Mittag dann doch ein zartes Aufatmen. Bei etwa 8,50 Meter am morgigen Sonntagmittag soll Schluss sein. Dann würden die Pegel langsam wieder fallen.

Viele Straßenzüge in Ortschaften direkt an der Mosel stehen bereits längst unter Wasser. Dennoch bleiben die Schäden gering, da die Menschen gut vorbereitet waren.

Was die Polizei und Feuerwehr dennoch bemängelt sind die vielen Autofahrer die durch gesperrte Straßen fahren und ein hängen bleiben in den Fluten riskieren.

Weiterhin bleiben bis in die kommende Woche viele Bundes- Land- und Kreisstraßen wegen Überflutung gesperrt. Die Schifffahrt bleibt eingestellt.

Auch die Saar führt derzeit Hochwasser und hat zu Überflutungen bei Taben – Rodt und Wiltingen geführt. In Saarbrücken musste die A 620 komplett gesperrt werden. In einem Tiefpunkt steht dort die Autobahn unter Wasser.