Hochwasser an Mosel: Lage bleibt angespannt, Schifffahrt eingestellt, zahlreiche Sperrungen und Überflutungen

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Region. Nach den starken Regenfällen in Rheinland – Pfalz und der Quellregion der Mosel in Frankreich, ist die Mosel stark angestiegen. Um 14 Uhr am Freitagmittag betrug der Pegel in Trier 8,33 Meter.

Zahlreiche Straßen wurden bereits überflutet und gesperrt. Unter anderem ist auf die B50, B53 zwischen Zeltingen und Traben, B53 zwischen Abzweig nach Wehlen und Ürzig in beiden Richtungen, B53 zwischen Abzweig nach Wehlen und Traben vollgesperrt.

Zudem die K 134 zwischen Lieser und Kesten und K 58 zwischen Platten und Maring-Noviand. Hier steht das Wasser teilweise einen Meter hoch auf der Straße.

Zahlreiche Campingplätze, Spielplätze und Radwege entlang der Mosel wurden überflutet.

Unter anderem wurden in Oberbillig, Trier- Biewer, Lieser und Kesten mobile Hochwasserwände aufgebaut.

In Bernkastel- Kues stehen die Uferparkplätze komplett unter Wasser. Am Nikolausufer stehen die ersten Keller und Garagen unter Wasser. Mit Sandsäcken werden nun weitere Barrieren errichtet. Hochwassergeprobte Anwohner haben ihre Boote zum erreichen ihrer Häuser in den überfluteten Gassen stehen.

Trotz Straßensperrungen fahren immer wieder Autos durch die überfluteten Straßen und bleiben stecken.

So musste die Feuerwehr gegen 11:45 Uhr auf die Kreisstraße 53 zwischen Minheim und Kesten ausrücken. Hier ist ein kleiner Kastenwagen in den Fluten stecken geblieben.

Gleiches Szenario etwa 15 Minuten später auf der Bundesstraße 53 zwischen Kinheim und Kröv. Hier ist ebenfalls ein Auto durch die Fluten und ist dabei stecken geblieben. In beiden Fällen blieben die Fahrer unverletzt.

Bereits gestern Abend musste die Feuerwehr zwei Menschen aus einem Auto in Trittenheim retten, die im Hochwasser hängen blieben.

In Ürzig wurde gestern eine Tankstelle vorsichtshalber abgebaut. Zahlreiche Häuser sind bereits jetzt überflutet. In Köwerich (VG Schweich) wurden zwei Keller überflutet.

Der Schiffverkehr ist bereits seit gestern Morgen einstellt. Ab einem Pegel von 6,95 Meter in Trier ist kein Fahren auf der Mosel mehr möglich.

Laut Hochwassermeldezentrum werden die Pegel im Laufe des Tages stagnieren bzw. sinken. Jedoch am Wochenende mit einem Höhepunkt am Sonntag bis auf 9,30 Meter ansteigen.

Mit großer Sorge schauen die Bewohner von Zell nach Trier. Wenn dort der Pegel bei knapp 9 Meter liegt, reicht die Schutzwand nicht mehr und die Altstadt wird geflutet.

Am Ende werden es Zentimeter ausmachen, wie schlimm und wo die Menschen mit dem Wasser zu kämpfen haben.