Großeinsatz am Südbahnhof Trier: 36 jähriger von Zug überrollt, 243 Menschen werden evakuiert

0
16146

Heute gegen 7.39 Uhr erhielt die Polizei die Meldung, dass eine Person im Südbahnhof in Trier von einem einfahrenden Zug erfasst und getötet wurde. Polizei ermittelt die Todesumstände und Ursachen. Hierbei handelte es sich um einen 36- jährigen Mann.

Am Trierer Südbahnhof warteten viele Reisende auf ihren Zug. Aus bisher unbekannten Gründen stürzte der junge Mann auf die Gleise und wurde vom einfahrenden Zug überrollt.

Die Ursachen für den Sturz sind noch nicht geklärt, die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen, Fremdverschulden ist derzeit ausgeschlossen.

Unmittelbare Folge des Vorfalls war, dass eine Vielzahl von Bahnreisenden auf dem Bahnsteig und im Zug schockiert und traumatisiert wurden. Insbesondere minderjährige Schüler bedurften der Hilfe von Notfallseelsorgern und Unfallpsychologen. 34 von ihnen wurden in eine nahegelegene Schule gebracht und dort in der Schulturnhalle betreut. Parallel dazu wurden in Zusammenarbeit mit der ADD alle Trierer Schulen und die Schulpsychologischen Dienste informiert. Vier Kinder wurden von ihren Eltern in der Schule in Bahnhofsnähe abgeholt. Alle anderen wurden nach ausführlichen Gesprächen auf eigenen Wunsch per Bus zu ihren Schulen gebracht.

Die Stadtwerke Trier hatten mit drei Bussen einen Shuttledienst eingerichtet, um die Bahnreisenden vom Süd- zum Hauptbahnhof zu verbringen, damit diese ihre Reise zeitnah fortsetzen konnten. Im betroffenen Zug waren insgesamt 243 Personen, die zeitnah von der Berufsfeuerwehr über die Geschehnisse informiert wurden und verständnisvoll reagierten. Dort übernahm die Bundespolizei die Organisation für die Weiterfahrt der Reisenden.

Ernsthaft verletzt wurde, nach ersten Angaben aber niemand. Der Leoplatz am Südbahnhof wurde für den Verkehr gesperrt, um einen Notfallversorgungsplatz einzurichten.

Auf dem Hauptbahnhof Trier und allen Bahnhöfen in der Umgebung kam es zu enormen Behinderungen im Bahnverkehr, da der gesamte Zugverkehr eingestellt werden musste.

Gegen 10 Uhr wurde die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben. Der Verstorbene wurde durch die Einsatzkräfte geborgen.

Im Einsatz befanden sich die Berufsfeuerwehr Trier Wache I und II komplett.Der LNA und OrgL,  zwei Notärzte, Rettungsteams der Berufsfeuerwehr und des DRK Konz. Die Notfallseelsorge, die Bundespolizei, Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Trier und Ermittler der Kriminalpolizei.