250 Einsatzkräfte, 25 Hunde, Taucher, Drohne und Hubschrauber suchen im Großaufgebot nach 85 jährigen – ohne Erfolg

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Könen. Es war eine der größten Vermisstensuche der letzten Jahren in der Region Trier. Der 85 jährige Peter Meier verlässt am Sonntagmittag gegen 13:20 Uhr sein zuhause in der Waldstraße in Konz – Könen. Die Straße ist umgeben von vielen Bäumen und mündet zudem in einen Wald. Genau dieser liebt der 85 jähriger und geht bei frischer Luft spazieren.

Doch es wird immer später und Herr Meier kehrt nicht zu seiner Frau zurück. Sie setzt sich beunruhigt mit der Familie in Verbindung. Diese telefoniert alle Krankenhäuser im Umkreis ab. Als die Antwort einer Einlieferung negativ lautete, wurde die Polizei informiert.

Zunächst suchen mehrere Streifenwagen den Ort und die landwirtschaftlichen Wege im Umkreis des Wohnhauses ab. Da es immer später wurde und die Suche erfolglos blieb, wurde der erste Großalarm für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst.

Am frühen Abend, bevor es dunkel wurde kam ein Polizeihubschrauber geflogen und suche mit einer Wärmebildkamera das Wald- und Wiesengebiet ab. Auf dem Boden sammelten sich immer mehr Einsatzkräfte von Feuerwehr am Gerätehaus und dem Pferdemarkt in Könen. Zu später Stunde wurde schließlich auch der große Einsatzleitwagen (ELW 2) des Landkreises Trier – Saarburg zur besseren Koordinierung alarmiert. Währenddessen ist es Abend und Nacht geworden. Überall sieht man Blaulicht, in der Ortslage Könen, im Wald und an der neuen Umgehung. Die Drohne des Landkreises mit Standort in Schillingen (Hochwald) kommt ebenfalls zu ihrer ersten „Personensuche“ zum Einsatz.

Nach und nach treffen immer mehr Suchhunde von DRK, Feuerwehr, Polizei und THW aus dem gesamten Umland ein. Auch sogenannte Mantrailer kamen zum Einsatz. Immer wieder kommen die Führungskräfte zu Lagebesprechungen im Bürgerhaus zusammen. Das Suchgebiet wird systematisch ausgeweitet. Auch der betroffene Ortsvorsteher aus Konz – Könen Dr. Detlef Müller – Greis macht sich ein Bild von der Lage und der Suche.

Die Einsatzkräfte stoßen an ihre Grenzen. Stundenlang sind sie am suchen und es wird immer kälter. Die SEG Einheit „Verpflegung“ wird alarmiert.

Schließlich entscheidet man sich nach 6,5 Stunden im Dauereinsatz die Suche vorerst zu unterbrechen. Weiter wurde aber gleich entschieden, das es am Montagmorgen gegen 9 Uhr wieder weiter gehen soll.

Genauso geschah es auch. Während in der gesamten Bevölkerung die Anteilnahme groß ist, begann für zahlreiche Helfer wieder die Suche. Gleiche Gebiete, wie am Vorabend wurden wiederholt bei Tageslicht abgesucht. Weitere Wege in alle Himmelrichtungen wurden abgesucht. Auch unwegsames Gelände. Der Polizeihubschrauber kam wiederholt angeflogen zum suchen. Taucher der Berufsfeuerwehr und Rettungsboote kamen auf Seen und der Saar zum Einsatz. Am Mittag schlug einer der Suchhunde dann tatsächlich an, aber an der neuen Bundesstraße verlor sich die Spur.

Dem Aufruf der Polizei, das man Hinweise melden solle, kamen keine wirkliche an. Nach einer großen abschließenden Lagebesprechung entschied man sich gegen 17 Uhr die Suche vorerst einzustellen, da es absolut keine weiteren Hinweise mehr gab. Sollten ernsthafte Hinweise aus der Bevölkerung eintreffen, wird die Suche auch wieder aufgenommen, so die Polizei.

Insgesamt waren mehr als 16 Stunden insgesamt 250 Einsatzkräfte an der Suche beteiligt:

Die Wehrleitung, FEZ und Führungskräfte der VG Konz, die Feuerwehren aus Konz, Konz- Könen, Tawern, Wawern, Wasserliesch, Nittel und Filzem- Hamm. Der stellv. Kreisfeuerwehrinspekeur Neuschwander, die Technische Einsatzleitung des Landkreises Trier – Saarburg mit dem ELW 2 (Longuich) und dem MZF TEL mit der Drohne (Schillingen).

15 Suchhunde: Zwei des THW Obermosel, 1 THW Nohfelden (Saarland) und 1 THW Saarbrücken, Bundesrettungshunde Saar waren 3, DRK Zerf 1, DRK Homburg 2, der Berufsfeuerwehr Trier 2 und der Polizei 2.

Das DRK OV Konz, SEG Saar – Hochwald, SEG Versorgung und der OrgL. Zwei Polizeihubschrauber aus Rlp und Hessen, die Führungsgruppe der Polizei und mehr als 30 Kräfte der Bereitschaftspolizei aus dem Umland. Zudem Taucher der Berufsfeuerwehr und die Rettungsboote.

Nun hofft die Polizeiinspektion Saarburg aufgrund der Öffentlichkeitssuche auf Hinweise aus der Bevölkerung. Tel. Polizeiinspektion Saarburg 06581-9155 -0

An dieser Stelle sei allen Einsatzkräften herzlich gedankt!